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Gelbe Tonne im Werra-Meißner-Kreis: Kritik an Volumen

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Von: Nicole Demmer

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Eine gelbe Abfalltonne mit Müll.
Die gelbe Tonne ist neu - und sorgt zum Start für Kritik. © Martin Gerten/dpa

Werra-Meißner – Kurz vor Einführung der Gelben Tonne in nahezu allen Kommunen des Werra-Meißner-Kreises erreichten Hinweise von Bürgern die Redaktion, dass die Tonnengrößen nicht ausreichen, um etwa den Müll aus Mehrfamilienhäusern aufzunehmen.

Nachdem in den ersten Kommunen die Tonnen bereits einmal geleert wurden, hat unsere Redaktion in der Stadtverwaltung Witzenhausen nachgefragt, aber auch in Eschwege – dort wurde die Gelbe Tonne zuerst im Kreis bereits zum 1. Januar 2020 eingeführt.

Nach der Verteilung der Gelben Tonne im Dezember musste bei einigen Haushalten nachgebessert werden, etwa, wenn das Volumen nicht ausreicht, berichtet Witzenhausens Bürgermeister Daniel Herz. Bei der ersten Leerung Anfang Januar habe es noch einige Gelbe Säcke gegeben, die neben den Tonnen standen. Das sei entweder auf Restbestände zurückzuführen oder, dass eine Tonne nachgeliefert werden musste. Auch weiterhin sei es möglich transparente Säcke zur Tonne zu stellen.

Kurz nachdem die Tonnen ausgeliefert wurden, habe es viele Beschwerden hinsichtlich der Kapazität gegeben, so Herz. Nach der Nutzung habe sich jedoch herausgestellt, dass das Volumen doch ausreiche, da die Verpackungen lose in die Tonne geworfen werden können. Durch Zerkleinern der Verpackungen passe viel in die Tonne.

Von viel Kritik im Vorfeld der Tonnen-Einführung in Eschwege berichtet auch Scarlett Grebestein, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Dabei ging es um Kapazität und zusätzlichen Platzbedarf. Offene Fragen hätten sich erledigt und die neuen Abläufe eingespielt. Abgeholfen wurde, indem nach der Erstverteilung Volumen nachgeordert werden konnte. Angenommen wurde die Gelbe Tonne „hervorragend“, so Grebestein. „Die dünnen gelben Säcke sind leider oft gerissen und haben zu Verschmutzung geführt, die mühevoll beseitigt werden mussten.“ Sie seien durch die Gegend geflogen oder wurden durch Tiere zerlegt. Durch die Einführung der Gelben Tonne sei dem Baubetriebshof die Arbeit erleichtert worden, „denn vor allem bei Sturm musste die Straßenreinigung zusätzlich in den Einsatz, weil die verwehten Wertstoffe eingesammelt werden mussten“.

Bei erhöhtem Bedarf können zusätzliche Tonnen laut Herz bei Fehr-Knettenbrech geordert werden. Kontakt: Tel. 0 56 57/9 19 53 33, Mail WMK-gelbetonne@fehr-knettenbrech.de

Von Nicole Demmer

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