1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Geld für gemeinsame E-Akte: Elf Kommunen erhalten 575.000 Euro vom Land

Erstellt:

Von: Tobias Stück

Kommentare

Geldscheine
Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Werra-Meißner – Elf Kommunen aus dem Werra-Meißner-Kreis wollen gleichzeitig die E-Akte in ihren Verwaltungen einführen. Das fördert das hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit 575.000 Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“.

Digitalstaatssekretär Patrick Burghardt hat jetzt die Förderzusage im Beisein der Bürgermeister aller teilnehmenden Kommunen stellvertretend an Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill überreicht. Meinhard hat die offizielle Federführung des Projekts.

Seit 2013 arbeiten die Städte Bad Sooden-Allendorf, Sontra, Waldkappel, Wanfried und Witzenhausen sowie die Gemeinden Meinhard, Berkatal, Herleshausen, Neu-Eichenberg, Ringgau, Wehretal und Weißenborn in einer Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) bei den Themen EDV und IT zusammen. Nun wollen elf der zwölf Kommunen gemeinsam die elektronische Aktenführung in ihren Rathäusern einführen. Wanfried hat einen eigenen Weg gewählt.

Einheitliches E-Akten-System einführen

Aktuell verfügen die elf Kommunen über eine gemeinsame IT-Infrastruktur und kümmern sich zentral um Betrieb und Support. Da alle Kommunen zudem mit der Ekom21, dem kommunalen IT-Dienstleister in Hessen, zusammenarbeiten, und die Digitalisierungsplattform Civento nutzen, biete es sich an, auch ein einheitliches E-Akten-System einzuführen, heißt es in der Bewerbung, die die Gemeinde Meinhard für alle eingereicht hatte. Durch die einheitliche Struktur wird eine gegenseitige Unterstützung und ein einfacherer Austausch in der Zusammenarbeit ermöglicht“, sagt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. Teil des Projekts sei zudem die Einführung eines einheitlichen Fachverfahrens für Gewerbe und Haushaltsplan, so dass die Interkommunale Zusammenarbeit weiter ausgebaut wird.

Burghardt sprach von einem hessenweit außergewöhnlichen Projekt. Gerade für kleine Kommunen sei diese Umstrukturierung finanziell und personell nicht alleine zu leisten. „Daher begrüßen wir als Hessische Landesregierung ausdrücklich interkommunale Zusammenarbeiten wie hier im Werra-Meißner-Kreis.“

Das ist die IKZ IT

Die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in der IT hat ihre Anfänge im Jahr 2005 genommen. Die Kommunen Bad Sooden-Allendorf und Neu-Eichenberg schlossen sich Witzenhausen an, um die Mehrbelastung aufzufangen. Ab 2009 kamen dann Herleshausen, Wanfried, Weißenborn, Berkatal, Meißner, Sontra und zuletzt Ringgau, Waldkappel und Wehretal. Die fünf Mitarbeiter der IKZ IT sitzen nach wie vor in Witzenhausen.

Von Tobias Stück

Auch interessant

Kommentare