Fördermittel: Verein für Regionalentwicklung arbeitet an Entwicklungskonzept

Geld im Kreis ausgeben

Vorzeigeprojekt: Der Umbau des alten E-Werks in Eschwege zur Kulturfabrik ist unter anderem mit Mitteln aus dem Leader-Programm der Europäischen Union finanziert worden. Foto: Sagawe

Witzenhausen. Es geht darum, Geld, das in der Region verdient wird, auch im Werra-Meißner-Kreis auszugeben. Unter der Überschrift „Regionale Wertschöpfung“ erarbeitet die Arbeitsgruppe nach diesem Leitbild Inhalte für das Regionale Entwicklungskonzept, mit dem sich der Werra-Meißner-Kreis um Fördermittel der Europäischen Union und des Bundes bewirbt. Wer an dem Papier mitarbeiten möchte, ist vom Verein für Regionalentwicklung dazu eingeladen.

„Das Konzept ist Voraussetzung, um Geld für die Strukturförderung zu bekommen“, erklärt Sabine Wilke, Geschäftsführerin des Vereins. Auch die zweite Arbeitsgruppe – hier geht es um die als „Handlungsfelder“ bezeichneten Themen Lebensqualität, Kultur und Bildung – sucht Mitstreiter.

In der 2013 zu Ende gegangenen siebenjährigen Förderperiode sind 2,8 Millionen Euro zur Strukturverbesserung in den Werra-Meißner-Kreis geflossen. Das sogenannte Leader-Programm gehörte in der zweiten Förderperiode zu den wichtigsten Geldgebern für die Region. Zu den bedeutensten Projekten gehörte auch der Umbau des alten E-Werks in Eschwege zur Kulturfabrik.

Für 118 Vorhaben wurden Finanzmittel bewilligt, 34 hatten kommunale Hintergründe, die übrigen wurden von Vereinen, Stiftungen und Privatpersonen initiiert. 36 Existenzgründungen wurden entwickelt, darunter acht auf dem Tourismussektor. 53 Arbeitsplätze sind daraus entstanden.

Förderfähig sind in der Regel neue Projekte. Ein Schwerpunkt zukünftiger Vorhaben sind nach Angaben Wilkes neue Wohnformen für alle Generationen. „Ältere Menschen sollen unter Beibehaltung ihrer Selbstständigkeit wohnen können“, sagt sie. Gerade vor dem Hintergrund der überalterten Gesellschaft seien Bemühungen zur Sicherung der Lebensqualität zu betrachten.

Das Entwicklungskonzept, das im September eingereicht werden muss, wird am 3. Juli während der ganztägigen Veranstaltung in der Europa-Akademie auf Kochsberg bei Grebendorf abschließend beraten. Beginn ist um 11 Uhr.

Von Harald Sagawe

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