Gelungene Premiere: Mehrere Hundert Menschen besuchten Hörspielkirche in Allendorf

Ausklang mit Live-Musik: Zum Abschluss der ersten Saison der Hörspielkirche in Bad Sooden-Allendorf gaben Hanna-Maria (links) und ihr Bruder Cornelius Bormuth (stehend, Zweiter von rechts), sowie Beatrice Bohé und Daniel Bohé als Duo „Ash’n’Salt“ Konzerte – zur Freude der Planungsgruppe: (von links) Erika Heinitz, Pfarrer Hubertus Spill, Jörg Tiedemann und Sigi Gundlach. Foto: privat

Bad Sooden-Allendorf. Die Verantwortlichen, die sich auf das Abenteuer Hörspielkirche in der St.-Crucis-Kirche in Allendorf eingelassen haben, sind zufrieden.

„Das Programm traf auf offene Ohren“, frohlockten in einem erstem Fazit Pfarrer Hubertus Spill und Sigi Gundlach von der vierköpfigen Planungsgruppe.

Am Sonntag ging die sechswöchige Veranstaltungsreihe mit vier und mehr Hörspiel-Aufführungen in der Taufkapelle täglich (außer Montag und Dienstag) zu Ende. Zum Ausklang fand noch ein besonderer Gottesdienst statt, dem zwei Live-Konzerte folgten. Am Nachmittag stellten das Witzenhäuser Duo „Ash’n’ Salt“ selbst geschriebene Lieder vor.

Zuvor spielte das Geschwisterpaar Hanna-Maria (13 Jahre/Violine und Cornelius Bormuth (15 Jahre/Klavier) ein Violinkonzert von Accolay und Fantasien von Telemann. Hanna-Maria las zudem einen Text von Hans Fallada, in dem es um die Bedeutung von Büchern und Literatur für die Menschen geht.

Zu den über 130 Hörspiel-Einzelveranstaltungen in den vergangenen sechs Wochen wurden mehrere Hundert Zuhörer gezählt. Konkreter muss die Resonanz noch ermittelt werden. Die Hörspiele waren unterschiedlich besucht, mal kamen bis zu 17 Zuhörer, mal drei bis sieben - und manchmal auch niemand. „Wir sind zufrieden und überrascht, wie es gelaufen ist“, sind sich Gundlach und Spill einig.

Das Altersspektrum der Hörer reichte von fünf - einige Kindergartengruppen waren da - und 85. Gemeindeglieder kamen ebenso wie Reha-Patienten und Urlauber.

Unter der Auswahl von Kindergeschichten über Sagen und Legenden bis zu barocken Gedichten waren die Vogelstimmen und Klänge des Waldes sowie klassische Musik die Renner. Und stets seien die Zuhörer sehr dankbar für das Angebot gewesen. So kauften sie am Büchertisch auch manche CD und spendeten auch - nicht zuletzt in der Hoffnung auf Fortsetzung.

Die Hörspielkirche - erst die dritte in ganz Deutschland - wird es, das versicherten Spill und Gundlach schon, im Sommer nächsten Jahres wieder geben. Dann vielleicht auch außerhalb der Ferienzeit und womöglich sogar acht Wochen lang.

Nicht nur eine zusätzliche Bereicherung für Kultur- und Kircheninteressierte war die Hörspielkirche nach der Einschätzung der Planungsgruppe. Sie freute sich zudem über einen, wie Spill und Gundlach es ausdrückten, „Helferansturm“.

Dem Aufruf, die einzelnen Veranstaltungen in der Kapelle als Gastgeber zu begleiten, folgten 17 Frauen und Männer - zehn davon stellten sich erstmals in den ehrenamtlichen Dienst der St.-Crucis-Kirchengemeinde. So bereicherte das neue Projekt sie noch auf eine weitere Weise. (sff)

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