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Gemeindefeuerwehrtag Meinhard - Um 14 Uhr ging die Sirene

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Allerhand los war beim Feuerwehrtag Meinhard in Motzenrode.
Allerhand los war beim Feuerwehrtag Meinhard in Motzenrode. © anna schellhase

Erfolgreicher Gemeindefeuerwehrtag in Meinhard mit Jugendwettkampf und Einsatzübung.

Motzenrode – Für die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Meinhard war Samstag ein ereignisreicher Tag: Für die Kinder- und Jugendfeuerwehren stand der jährliche Wettkampf um den Fritz Sippel-Pokal auf dem Programm und die Wehren aus Motzenrode, Hitzelrode, Neuerode, Jestädt, Grebendorf, Schwebda und Frieda probten für den Ernstfall. Der Gemeindefeuerwehrtag findet jährlich statt, nach zwei Jahren wieder diesmal am Feuerwehrhaus Motzenrode.

Der Wettkampf

„Unsere Wettkämpfe für die Kinder- und Jugendfeuerwehren richten sich nach den Vorgaben des Bundeswettbewerbs der deutschen Jugendfeuerwehr“, erklärt Gemeindejugendfeuerwehrwart Pascal Petri.

In verschiedenen Spielen dreht sich alles um den Wassertransport. „Da haben die Kinder immer viel Spaß und dürfen auch mal richtig nass werden“, so Petri. Bei den Jugendlichen kommt noch ein zweiter Teil dazu. Ein simulierter Löschangriff, bei dem auch ein Parcours aus Leitern und Hindernissen überwunden werden muss. In beiden Altersgruppen konnten den Fritz Sippel-Pokal die Titelverteidiger aus Schwebda wieder mit nach Hause nehmen.

Petri ist besonders stolz auf die hohe Beteiligung beim Nachwuchs. Das sieht der Meinharder Bürgermeister Gerhold Brill genauso: „In allen Ortsteilen haben wir viele Mitglieder in der freiwilligen Feuerwehr. Wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir zu wenig Leute sind. Das Engagement ist groß.“

Der Einsatz

„Um 14.30 Uhr geht die Sirene“, kündigt Karsten Hose, stellvertretender Wehrführer Motzenrode, an. Hose hat eine besondere Aufgabe, er wird die wichtige Übung leiten. Die simulierten Bedingungen für diese Übung sind schwierig.

Das Szenario: Es ist der 25. August 2022, die Temperatur beträgt 30 Grad, es hat seit Wochen nicht geregnet. Dementsprechend ist das Wasser knapp. Auf einem großem landwirtschaftlichen Anwesen bricht ein Feuer aus. Zudem werden dort auch noch drei Personen vermisst. „Bei diesem Einsatz steht zunächst die Menschenrettung im Vordergrund. Ein Problem wird aber sicherlich die simulierte Wasserknappheit sein“, sagt der Gemeindebrandinspektor Jörg Wollenhaupt. Er überwacht den Einsatz.

Nach einiger Zeit wird er der Feuerwehr den Wasserhahn zudrehen, sodass das Löschwasser aus den umliegenden öffentlichen Gewässern gewonnen werden muss.

Gegen 14 Uhr steigt dann die Anspannung und die Wehren begeben sich wieder auf ihre Wachen, damit der Ablauf ab der Alarmierung simuliert werden kann. Schließlich heult die Sirene auf. Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Motzenrode kommt gut anderthalb Minuten später auf dem Gelände an und der Löschvorgang wird vorbereitet. Kurz darauf treffen ebenfalls die anderen Einsatzfahrzeuge ein. Gut eine Stunde später ist der Großteil der simulierten Löscharbeiten abgeschlossen und alle Personen gerettet.

Zum Abschluss fliegt eine Drohne der neuen Drohnenstaffel der Gemeinde über das Gelände, um nach verbliebenen Glutnestern zu suchen. Jörg Wollenhaupt ist größtenteils zufrieden mit dem Ablauf. „Nur mit der Wasserknappheit war es schwierig, aber das ist ein Problem, womit wir in den nächsten Jahren zu kämpfen haben werden.“ (Anna Schellhase)

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