Dieter Eigenbrod hat eine Vespa Rallye 200, die mit 36 Jahren fast wie neu ist

Gemütlich unterwegs

Schmuckstück in Orange: Dieter Eigenbrod auf seiner Vespa Rally 200 aus dem Jahr 1974. Foto: Strotkötter

Hessisch Lichtenau. Sein Beruf hatte zwar nichts mit Technik zu tun, aber für Autos und Motorräder interessierte er sich schon immer. Sozialpädagoge Dieter Eigenbrod aus Föhren, mit 69 Jahren inzwischen Rentner, hat früher für Rallyefahrer den Service gemacht.

Seine besondere Liebe gilt aber weder einem schnellen Auto noch einem Motorrad, sondern einer klassischen Vespa: 36 Jahre hat seine Rally 200 inzwischen auf dem Buckel, und sie ist so schön wie am ersten Tag.

1974 hatte Eigenbrod die Vespa gekauft. Mit 193 Kubikzentimetern Hubraum und 12,3 PS gehört sie zu den schnelleren Exemplaren ihrer Art, als Höchstgeschwindigkeit sind 116 km/h angegeben. 1983 verkaufte er sie an seinen Bruder der sie ihm zwölf Jahre später schenkte, unter der Bedingung, dass er sie auch behält.

Als Eigenbrod vor zwei Jahren für die Vespa ein H-Schild beantrage, wurde ihm auferlegt, den Originalzustand wiederherzustellen. Und so baute er sie auseinander, grundierte alle Teile und lackierte sie in der Originalfarbe.

Was die Zuverlässigkeit des italienischen Zweirads angeht, ist er des Lobes voll. Nie sei er mit der Vespa liegengeblieben. Die TÜV-Prüfung sei nie ein Problem gewesen, erzählt Eigenbrod. Und ein großer Vorteil ist: Auch nach Jahrzehnten sind für das Modell immer noch alle Teile zu bekommen, entweder original oder als Nachbauten.

Bei seinen Ausfahrten wird er immer wieder auf seine Vespa angesprochen, gerade Ältere hätten viele Erinnerungen an Vespas. Die führen ihn und seine Frau Doris durch den Werra-Meißner-Kreis oder auch mal an den Edersee. Dabei geht es sehr gemütlich zu, denn Dieter Eigenbrod passt sich mit seiner Rally dem Tempo seiner Frau an, die mit einem 50-er-Roller unterwegs ist.

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Von Stephan Strotkötter

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