Fertigstellung im Frühjahr 2023

Offensive für Radfahrer: Geo-Naturpark erstellt Verkehrskonzept für gesamten Kreis

Radfahren im Werratal: Tolle Landschaften, herrliche Ausblicke und meistens eben.
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Die Mitarbeiter des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land haben damit begonnen, ein Radverkehrskonzept für den Werra-Meißner-Kreis zu erstellen.

Die Mitarbeiter des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land haben damit begonnen, ein Radverkehrskonzept für den Werra-Meißner-Kreis zu erstellen. Schwerpunkt wird der Alltagsradverkehr sein.

Werra-Meißner – Die Grundlage für das Konzept soll eine umfassende Bestands- und Bedarfsanalyse bilden. Dazu wird auch eine Bürger-Umfrage zur Mobilität gestartet (siehe Hintergrund).

Der Kreistag Werra-Meißner hatte die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes in seiner Sitzung im September 2020 einstimmig beschlossen. Nach der Erteilung eines Zuwendungsbescheids über Fördermittel von Hessen Mobil im Sommer des vergangenen Jahres schließlich wurde der Geo-Naturpark mit der Erarbeitung des Konzepts beauftragt. „Bis zum März 2023 soll eine umfassende Bestandsanalyse aller Radwege im Kreisgebiet sowie eine konkrete Planungsgrundlage für den zukünftigen Ausbau des Radnetzes vorliegen“, sagt Diplom-Geologe Diethard Lindner vom Geo-Naturpark.

Marco Lenarduzzi

Derzeit gibt es eine Vielzahl von regionalen Radwegen im Kreis, deren Verknüpfung zum Teil noch mangelhaft ist und deren Ausschilderung weder kontinuierlich vorhanden ist noch den heute geltenden Vorschriften genügt. Sie sind weder regional umfassend bekannt noch können sie zur Förderung des Radverkehrs in der Nahmobilität sinnvoll genutzt werden. „Für die Weiterentwicklung der Nahmobilität ist daher die Entwicklung eines Radverkehrskonzepts für den ländlich geprägten Werra-Meißner-Kreis von essenzieller Bedeutung“, sagt Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Geo-Naturparks.

Online an Befragung teilnehmen 

Zur Ermittlung des Radwegebedarfs ist es wichtig, Daten über die tatsächliche Nutzung des Fahrrads im Alltag zu erhalten. Die Bürger des Kreises sind aufgerufen, online über die Internetseite des Geo-Naturparks (naturparkfrauholle.land/radverkehr) an einer anonymisierten Befragung zu ihrer persönlichen Mobilität teilzunehmen. Weiterhin können Fragen und Anregungen zum Alltagsradverkehr per E-Mail an radverkehr@naturparkfrauholle.land gesendet werden. esp

Derzeit werden Termine koordiniert, um den zeitlichen Ablauf des Konzepts in den öffentlichen Sitzungen der einzelnen Kommunalparlamente vorzustellen und die Planungen abzustimmen. Ab April werden dann alle vorhandenen Radwege im Kreis systematisch erfasst und darauf aufbauend eine Netzanalyse durchgeführt. Diese soll den konkreten Handlungsbedarf in Sachen Radwege aufdecken. „Daraus werden sich auch Synergieeffekte für den touristischen Radverkehr ergeben“, sagt Marco Lenarduzzi. (Emily Hartmann)

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