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„Eschwege hilft“: Inkubatoren aufgrund vieler Frühgeburten benötigt

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Wichtig für Frühgeborene: Inkubatoren werden in der Kinderklinik im ukrainischen Lwiw benötigt.
Wichtig für Frühgeborene: Inkubatoren werden in der Kinderklinik im ukrainischen Lwiw benötigt. ©  Carsten hantelmann.

Die Organisatoin „Eschwege hilft“ ist auf der Suche nach Inkubatoren für Kinderklinik im ukrainischen Lemberg.

Eschwege/ Lwiw – In der ukrainischen Stadt Lwiw (dt.: Lemberg) werden laut der Hilfsorganisation „Eschwege hilft“ die medizinischen Geräte in einer Kinderklinik immer wichtiger, da eine hohe Anzahl von Geburten zu verzeichnen sei. Darunter befänden sich viele Frühchen, weshalb nun Spezialgeräte, sogenannte Inkubatoren, benötigt werden.

„Wir sind für jeden Hinweis dankbar, wie man an solche Geräte und medizinisches Material kommt“, sagt Karl Montag, Sprecher von „Eschwege hilft“. „Jede der Spenden hilft weiter. Wir stellen sicher, dass sie auch in der Kinderklinik in Lemberg ankommen werden.“

Inkubatoren fehlen in ukrainischer Kinderklinik

Ein Transport mit medizinischen Hilfsmitteln, darunter ein spezielles Gerät zur Kalibrierung von Hörgeräten für Neugeborene, ging direkt in die Kinderklinik der Stadt Lwiw. Eschwege-hilft-Mitarbeiter Carsten Hantelmann traf sich mit der Krankenschwester Katja, die in der Kinderklinik in Lwiw arbeitet, an der polnisch-ukrainischen Grenze und fuhr mit ihr zu dem Kinderkrankenhaus. Dort wurde ersichtlich, wie prekär die Versorgungslage ist. Die Geburtsstation machte laut Hantelmann einen überfüllten Eindruck.

Da sich unter den rund 300 000 Geflüchteten, die sich momentan in der 720 000 Einwohner zählenden Stadt Lwiw aufhalten, eine beträchtliche Anzahl schwangerer Frauen befindet, würde es immer schwerer, der Geburtenversorgung nachzukommen. Auch stressbedingte Frühgeburten hätten stark zugenommen, sodass nun Inkubatoren benötigt werden. Diese sind eine Art Brutkasten, in dem gesundheitlich instabile Frühchen medizinisch versorgt werden. Sie dienen in erster Linie dazu, die Körpertemperatur des Kindes zu stabilisieren und es mit warmer, feuchter Luft zu versorgen. Spezielle Geräte überwachen dabei ständig den Zustand des Neugeborenen.

Eschwege hilft: auf der Suche nach Inkubatoren

„Wir erhoffen uns Hinweise, die bei der Beschaffung von Inkubatoren helfen“, so Montag. „Vielleicht gibt es ja auch Inkubatoren, die in Kliniken oder aufgelösten Kinderkliniken nicht mehr gebraucht werden, aber noch in gutem und gebrauchsfähigem Zustand sind.“ Um Unterstützung leisten zu können, hofft „Eschwege hilft“ weiter auf eine große Spendenbereitschaft.  mgo

Weitere Informationen zum Spenden und den benötigten Hilfsmitteln gibt es auf der Website eschwegehilft.de oder telefonisch: 01 70/ 8 86 61 46

Von Marius Gogolla

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