1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Heizölpreise sinken - trotzdem nur geringe Nachfrage im Januar

Erstellt:

Von: Eden Sophie Rimbach

Kommentare

Im Vordergrund werden verschiedene Euro-Banknoten in die Kamera gehalten. Im Hintergrund ist eine Heizung samt Thermostat zu sehen.
Die Politik reagiert auf die Energiekrise und entlastet Verbraucher, die auf Heizöl- oder Pelletheizungen setzen, mit einem staatlichen Zuschuss. © Daniel Karmann/Hauke-Christian Dittrich/dpa/Montage

Werra-Meißner – Der Heizölpreis in Deutschland liegt laut der Plattform esyoil.com weiterhin über dem der drei Vorjahre, fällt allerdings seit Oktober. Dennoch berichten Händler im Werra-Meißner-Kreis von einem ruhigen Start in das Jahr 2023.

Der Januar sei laut Boris Borschel von Landfuxx Dieterich in Sontra schon immer ein ruhiger Monat für den Heizölhandel gewesen. Manche Kunden hätten durch die hohen Preise im Sommer mit dem Kauf von Heizöl abgewartet. Die bei einigen Kunden bestehende Angst vor einer Knappheit habe dafür gesorgt, dass einige trotz höherer Preise im Sommer tankten, um über eine Reserve zu verfügen. Medial sei den Verbrauchern oft gespiegelt worden, dass Energie knapp sei und weiterhin werde.

Er fügt hinzu, dass der Kunde auch im Pelletbereich versuche sich vorzubereiten. Wie bei Heizöl und der seltener genutzten Kohle seien die Tankregelmäßigkeiten eher auf den Sommer fokussiert.

Tanken trotz höherer Preise

Auch Heizöl Sandrock aus Oberhone geht davon aus, dass einige Verbraucher im vergangenen Jahr trotz höherer Preise mehr getankt haben. Da die Kunden möglicherweise befürchteten, dass die Mengen an Brennstoff sinken könnten, hätten sie ihren Verbrauch abdecken und eventuell darüber hinaus für eine Knappheit vorsorgen wollen. „Im Moment ist es schon ruhig aufgrund der Witterung“, teilt Sandrock mit. Die Witterung habe auch in den vergangenen Jahren eine Rolle gespielt. Hinzukomme in diesem Jahr das stärkere Sparen von Energie.

Die derzeit milderen Temperaturen in Europa und den USA nennt Carmen Schreiber von Schreiber Brennstoffe in Reichensachsen als einen der Faktoren für die sinkenden Preise. Durch die milden Temperaturen sinke die Nachfrage und die Energieknappheit sei weniger sichtbar. Carmen Schreiber erklärt, dass der Heizölpreis immer von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Beispielsweise geopolitische Ereignisse hätten einen Effekt auf die Entwicklung. Auch ein stärkerer Euro wirke sich positiv auf den Heizölpreis aus.

Neben Kunden, die zum Jahresende noch einmal getankt haben, sei bei vielen im Sommer die Angst vor steigenden Preisen hoch gewesen. Befürchtet hätten Verbraucher, dass die Preise mit dem Embargo Ende des Jahres 2022 steigen könnten.

Erfreulich sei es laut Borschel, dass sich die Lage auf dem Energiemarkt etwas entspanne. Die weitere Entwicklung hänge stark vom weiteren Kriegsgeschehen ab.

Heizölpreise fallen seit Oktober

Nachdem der Preis für 100 Liter Heizöl bei einer Abnahme von 3000 Litern am 8. Oktober 2022 bei 170,78 Euro lag, ist er bis zum Freitagnachmittag, 6. Januar, auf 114,34 Euro gefallen. Diese Durchschnittswerte für ganz Deutschland sind auf der Internetseite esyoil.com ersichtlich. Nach einem Tiefstand von 113,92 Euro für 100 Liter bei einer Abnahme von 3000 Litern am 7. Dezember 2022 waren die Preise zeitweise wieder auf 126,36 Euro (15. Dezember) gestiegen und fallen erneut.

Von Eden Sophie Rimbach

Auch interessant

Kommentare