Mit der Spritze gegen das Virus

Corona-Kunst gegen das Virus: Germeröder Harald Zindel baut dreiteilige Skulptur

Ein Käfig für das Virus: Bis vor wenigen Monaten stand die Skulptur noch vor dem Eingang des Bergwildparks Meißner.
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Ein Käfig für das Virus: Bis vor wenigen Monaten stand die Skulptur noch vor dem Eingang des Bergwildparks Meißner.

Mit der Spritze gegen das Virus: Wie ernst die Situation und wie wichtig eine Impfung gegen das Coronavirus ist wollte Harald Zindel deutlich machen.

Meißner – Ein winzig kleines Virus hält die Welt in Atem. Wie ernst die Situation und wie wichtig die Impfung gegen das Coronavirus ist, das wollte Harald Zindel deutlich machen. Er fertigte eine Skulptur an, bestehend aus einem überdimensionierten Coronavirus, einem Skelett und einer Spritze. Alles unter dem Motto: Gebt dem Tod keine Chance, lasst euch impfen, erklärt der 62-Jährige.

Noch steht die dreiteilige Skulptur vor Zindels Haus im Meißner-Ortsteil Germerode. Er könnte sich aber auch einen prominenteren Platz vorstellen. Etwa am Impfzentrum in Eschwege. Einen entsprechenden Vorstoß hat er daher bereits unternommen und den Vorschlag dem Deutschen Roten Kreuz unterbreitet.

Zindel ist die Ernsthaftigkeit seines Skulpturen-Arrangements wichtig. „Die Skulptur soll nicht lustig sein“, betont er daher. Angefangen mit dem Bau der Skulptur hatte Harald Zindel bereits im vergangenen Jahr. Damals zimmerte er das Coronavirus zusammen – in zigfacher Vergrößerung, versteht sich.

Denn natürlich ist das Virus mit bloßem Auge gar nicht sichtbar. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen beträgt der Durchmesser des Coronavirus, das Sars-CoV-2 heißt, etwa 0,12 Mikrometer. Erst unter einem Elektronenmikroskop wird es für das menschliche Auge sichtbar und sein Aussehen lässt sich erkennen. Und das lässt Rückschlüsse auf den Namen des Virus zu. Denn das Wort Corona kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie Krone.

Die zahlreichen stachelartigen Spitzen, welche die komplette Hülle des Virus überziehen, muten nämlich an wie kleine Kronen. In der Fachsprache werden sie als Spike-Glykoprotein bezeichnet. Mit diesen Rezeptoren dockt das Virus im Körper eines Menschen an dessen Zellen an. Nachdem Zindel das Virus fertig gebaut hatte, stellte er es neben dem Eingang des Bergwildparks Meißner aus. Es war für viele Menschen eine gute Gelegenheit, etwas über die Form und das Aussehen des Coronavirus zu lernen.

Doch als der Tierpark im vergangenen November coronabedingt für Besucher seine Pforten schließen musste und die Aussicht auf einen Impfstoff immer wahrscheinlicher wurde, dauerte es nicht lange und die Virus-Skulptur wanderte erst mal wieder in Zindels Werkstatt. Nun war es sein Ziel, die Skulptur zu erweitern, erklärt der Germeröder. Seit einigen Wochen ist die dreiteilige Skulptur fertig. Das Skelett lässt sich sogar durch Scharniere bewegen und die Haltung verändern.

Nun bleibt für Zindel nur noch die Frage: Wohin mit der Corona-Skulptur? (Von Hanna Maiterth)

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