Das gesamte Heimatfest war ein einziger Höhepunkt

Ausgelassene Stimmung: Beim Umzug des Großalmeröder Heimatfestes präsentierten sich heimische Vereine und Gruppen der Öffentlichkeit und feierten dabei auch kräftig. Fotos: Röß (3), Ulbrich (1) 

Großalmerode. In der Nachbetrachtung kann Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel keinen Programmpunkt des Heimatfestes besonders hervorheben. „Das ganze Fest war der Höhepunkt."

Wenn Nickel das vergangene Wochenende Revue passieren lässt, ist seiner Stimme eine Mischung aus Freude und Stolz zu entnehmen. „Die Erwartungen wurden erfüllt, obwohl sie nicht klein waren. Es war außergewöhnlich“, sagt er.

Das Heimatfest in der Tonstadt, das nur alle fünf Jahre stattfindet, begann mit dem Altstadtfest, das trotz unsicherer Wetterlage gut angenommen wurde. An der Eröffnungsfeier nahmen 600 Menschen teil. Wie viele Großalmeröder bis 3 Uhr nachts in den Straßen der Stadt feierten, könne man nicht abschätzen, sagt Nickel.

Am nächsten Abend brachen die Großalmeröder dann Rekorde. Der Hessische Rundfunk zählte bei seiner HR3-Discoparty 5500 Besucher. „So etwas haben wir bei einem Stadtfest seit über zehn Jahren nicht mehr erlebt. Das war schon eindrucksvoll“, sagt Markus Hertle von HR3.

Doch damit war der Durst nach Party noch nicht gestillt. Beim Großalmeröder Abend am Samstag waren laut Bürgermeister Andreas Nickel um 20 Uhr zirka 2000 Menschen im Zelt. „Danach konnten wir aus Sicherheitsgründen niemanden mehr reinlassen“, sagt er. Hier seien unter anderem die Vorführungen der Vereine, wie zum Beispiel die rappenden Pfarrer, hervorragend angekommen.

Für das nächste Heimatfest hat Nickel dadurch aber einen Verbesserungsvorschlag parat: „Vielleicht können wir die Vorverkaufsstruktur verbessern, sodass nicht wieder so viele Leute vor dem Zelt abgewiesen werden müssen.“

Bis zum Anschlag voll war das Festzelt auch am Sonntag. Die Band Partyfürsten hat mit Tanzmusik und einer einfallsreichen Bühnenshow überzeugt. Die Beteiligung am Festzug hat Andreas Nickel als besonders groß empfunden: „Dass überhaupt noch jemand zugucken konnte, hat mich gewundert. Ich hatte das Gefühl, jeder Großalmeröder läuft im Umzug mit.“ Der Frühschoppen am Montag sei dann ein gebührender Abschluss gewesen. „Über dieses Fest wird man lange sprechen. Die Vorfreude für 2020 ist angeheizt“, ist Nickel sicher.

Die positiven Eindrücke bestätigen Mirco Krumpholz und Frank Anacker, die viele der Veranstaltungen beim Heimatfest moderiert haben. „Es war geile Stimmung. Das war wie ein großes Familienfest“, sagt Krumpholz.

Anacker, der auch Vorsitzender des Musikzugs Großalmerode ist, spricht von einem Ausnahmezustand in Großalmerode. „Jeder hat sich etwas einfallen lassen. Laien haben beim Großalmeröder Abend großartige Shows abgeliefert“, sagt er.

Von Florian Künemund

Service:

Rund um das Heimatfest haben sich viele Großalmeröder ehrenamtlich engagiert - auch außerhalb des Festausschusses. So haben Jugendliche aus der Stadt zum Beispiel mit einem Internet-Radio aktuell über die Feierlichkeiten berichtet. Und auch einige Fotografen, darunter Michael Friedrich, waren in dauerhaft unterwegs.

„Fotografie ist mein Hobby. Für mich als Almeröder ist es Ehrensache, diese Fotos zu machen un auch zur Verfügung zu stellen“, sagt Friedrich. Er habe das Heimatfest durchweg genossen. „Ich habe viele positive Rückmeldungen zum Heimatfest auffangen können. Es hat gezeigt, wie vielfältig unsere Stadt ist. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich.“

www.facebook.com/MichaelFsPhotography

www.mf-photography-grossalmerode.jimdo.com

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