1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Museen des Kreises präsentieren sich in neuer Broschüre

Erstellt:

Von: Kristin Weber

Kommentare

Präsentieren die neue Broschüre für den Museumsverbund: Landrätin Nicole Rathgeber (von links) , Carsten Schiedrum (Lionsclub Eschwege Werratal), Uwe Friederich (Salzmuseum BSA), Sabine Wilke (Verein für Regionalentwicklung), hinten die Leiter und Vertreter der Museen in Heimatmuseum Berkatal, Stadtmuseum Eschwege, Grenzmuseum, Bad Sooden Allendorf, Burg Ludwigstein, Heimatmuseum Karl Schmid in Velmeden, Museumsverband Hessen, Wasserburg Aue.
Präsentieren die neue Broschüre für den Museumsverbund: Landrätin Nicole Rathgeber (von links) , Carsten Schiedrum (Lionsclub Eschwege Werratal), Uwe Friederich (Salzmuseum BSA), Sabine Wilke (Verein für Regionalentwicklung), hinten die Leiter und Vertreter der Museen in Heimatmuseum Berkatal, Stadtmuseum Eschwege, Grenzmuseum, Bad Sooden Allendorf, Burg Ludwigstein, Heimatmuseum Karl Schmid in Velmeden, Museumsverband Hessen, Wasserburg Aue. © Kristin weber

Über 50 Museen im Kreis präsentieren sich in der Broschüre des Museumsverbundes

Werra-Meißner – Beim Eintritt in die Unterwelt Bad Sooden-Allendorfs ist es still. Tunnel aus Sandstein erstrecken sich in die Dunkelheit. Dann schaltet Uwe Friederich, der Leiter des Salzmuseums, die Beleuchtung ein. Schummrige Neonröhren erhellen jetzt den Weg, aber nur ein bisschen, das Licht ist leicht gelblich-grünlich, so wie in der Serie „The Walking Dead“. Die Ecken und Winkel bleiben dunkel. Die Erwartung wäre jetzt, ein leises Gluckern aus der Ferne zu hören, das Plätschern der Sole, die hier aus der unterirdischen Tiefe nach oben tritt. Aber die Salzquellen, die genau unter dem Kurpark der Badestadt liegen, sind in gemauerten, alten Brunnen eingefasst. In ihnen sind Rohre und komplexe Pumpensysteme zu sehen, keine Sohle.

Dennoch, die Mitglieder des Museumsverbandes Werra-Meißner genießen den Grusel in der feuchtwarmen Luft in diesen unterirdischen Gewölben. Immerhin, die älteste Brunnenkammer wurde 1491 erbaut, und die dicken Sandsteinquader sind fast fugenlos miteinander verbunden. Dies zeigt, wie wertvoll das Salz damals war. Hier unten war nichts weniger als Maßarbeit gut genug. Uwe Friederich führt die Mitglieder des Museumsverbundes zusammen mit dem Verein für Regionalentwicklung auch durch das Salzmuseum und das Gradierwerk. Er zeigte ihnen die Ausstellung, allerdings auch unter dem Gesichtspunkt, wie man Geschichte in einem solchen Museum, das mit knappen Mitteln und viel ehrenamtlicher Arbeit auskommen muss, vermitteln kann. 12 000 Besucher im Jahr begrüßte das Museum während seiner Hochzeit.

Jetzt, während der Pandemie waren es nur noch 4000 Besucher. Den Kollegen, die sich um ähnliche Museen im gesamten Kreisgebiet kümmern, ergeht es ähnlich. Dabei ist die Bandbreite des gezeigten und die Fülle der Inhalte, aus denen man lernen kann, erstaunlich. Die neueste Ausgabe der Broschüre des Museumsverbundes Werra-Meißner, die jetzt erschienen ist, stellt über 50 Museen im Kreis und darüber hinaus (Nentershausen) ausführlich vor.

Neben den klassischen Heimatmuseen mit ihrer lokalen Geschichte und ihrem illustrierten Brauchtum erfährt man in diesen auch etwas über Gartenbau, altes Handwerk, die Grenze zur ehemaligen DDR, Medizin, Fachwerk, Pferdezucht, Frau Holle und Mythologie, Eisenbahn, Töpferei, Schule, Tiere und Natur, Bergbau, Burgenbau, Wasserkreisläufe oder das Wetter.

Zudem kann man Fürstengrüfte (Eschwege) besuchen, eine romanische Klosterkirche (Germerode) mit ihrer frühmittelalterlichen Architektur oder die Geschichte als Zinnfiguren-Dioramen (Eschwege) visualisieren. In den Museen taucht man bei Führungen in die Geschichte und unbekannte Welten unter und über Tage ein. An vielen Orten kann man die Dinge auch anfassen, schmecken, hören und selbst erleben.

„Den Museumsverbund gibt es jetzt seit 20 Jahren“, sagte Sabine Wilke von Verein für Regionalentwicklung. „Er ist ein wichtiges Werkzeug, um die ehrenamtliche Arbeit zur Geltung zu bringen und um für die Qualitätsentwicklungen in den Museen.“ Auch diese passen sich den Zeichen der Zeit an und werden moderner in ihren Ausstellungen. Dass in ihnen Geschichte gesammelt und archiviert werde, damit sie nicht verloren gehe, sei ein weiterer wichtiger Aspekt. „Mich hat die Vielfalt der Themen in den Museen im Kreis wirklich überrascht“, sagt auch Landrätin Nicole Rathgeber. „Kunst, Kultur und Geschichte sind die Heiligtümer der Menschheit. Diese machen Sie in Ihren Museen erlebbar und erfahrbar.“

Die Broschüre bekommt man kostenlos in allen teilnehmenden Museen, in den Touris-Informationen oder herunterladen auf der Homepage des Museumsverbundes unter Museumsverbund. werra-meissner.de.

Von Kristin Weber

Auch interessant

Kommentare