Hinweise auf alte Gebäude

Sparkassenstiftung fördert historische Tafeln in Jestädt

Bei der Einweihung an der Motzenroder Straße: (von links) Ortsvorsteher Gerhard Pippert, Olaf Templin, Heinrich Hogelucht, Marc Semmel und Stefan Reuß.
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Bei der Einweihung an der Motzenroder Straße: (von links) Ortsvorsteher Gerhard Pippert, Olaf Templin, Heinrich Hogelucht, Marc Semmel und Stefan Reuß.

Die vom örtlichen Förderverein initiierte Aktion „Jestädter Geschichtstafeln“ fand mit der symbolischen Einweihung weiterer Hinweisschilder ihr Finale.

Jestädt – „Wer das Vergangene nicht ehrt, der ist die Gegenwart und die Zukunft nicht wert“, sagte Heimatforscher Heinrich Hogelucht. Der Vorsitzende Olaf Templin zeigte sich bei der symbolischen Einweihung einer weiteren Tafel, auf der die Geschichte von zahlreichen alten Häuser der Motzenroder Straße dargestellt und lebendig gemacht wird, angetan von der Resonanz der Anwohner sowie der interessierten Jestädter Bevölkerung:

„Diese Tatsache ist für uns vom Förderverein der Beweis, dass wir mit der Aufarbeitung der Historie von Gebäuden mit Fachwerksubstanz den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Templin. Er erinnert daran, dass die Motzenroder Straße zwar vom Dorfkern in den Außenbereich von Jestädt führt. Aber die Erinnerungen an das frühere von den Familien Hesse und Burghardt betriebenen Gasthaus „Zur Krone“ und an das alte Posthaus, das von der Familie Hölzerkopf erhalten und saniert wurde, sind allgegenwärtig.

„Sicherlich sind einige dieser Häuser der Abrissbirne zum Opfer gefallen, was nicht zuletzt an der Verbreiterung der Straße lag. Aber in unserem Gedächtnis werden sie auch dank der nun eingeweihten Geschichtstafel weiterleben“, erklärte Ideengeber Heinrich Hogelucht. Er hatte an der Umsetzung dieser überlieferten Daten bereits seit 1982 intensiv gearbeitet.

„Unser herzlicher Dank geht an die Jestädter Firmen, die am Layout und der Aufstellung der Tafel beteiligt waren und natürlich an den Hauptsponsor“, so Templin. Die Sparkassenstiftung hat den Förderverein bereits zum zweiten Mal mit 2500 Euro unterstützt und damit die Basis für die Geschichtstafeln geschaffen. „Auch die, die wir heute taufen, hätte keinen besseren Standort finden können. Die Bushaltestelle ist fast zwangsläufig ein Treffpunkt“, sagte Templin, als er den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Werra-Meißner, Marc Semmel, begrüßte. Auch an Landrat Stefan Reuß, der dem Kuratorium der Sparkassenstiftung vorsteht, richtete er Dank.

„Ich könnte Herrn Hogelucht bei seinen historischen Ausführungen noch stundenlang zu hören“, machte Semmel deutlich. „Es ist einfach wunderbar, wenn solche einzigartigen Dokumente dargestellt und somit allen Interessierten zugänglich gemacht werden. Wir als Stiftung werden auch künftig unserer Vorgabe, Gutes bewahren – Zukunft gestalten, treu bleiben“, versprach er.

„Das Kuratorium fördert Dinge, die nachhaltig sind, Projekte mit diesem Charakter werden bei uns immer offene Ohren finden“, so Reuß. Er wünschte allen, die diese Tafeln in Jestädt erkunden, viel Freude. „Wer sich noch mit diesen alten Gebäuden identifizieren kann, der wird anschaulich und inhaltsstark bedient.“ (Harald Triller)

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