1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Gestütswald Altefeld ist Naturparadies

Erstellt:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Auf dem Altefelder Kalkboden gedeihen Pflanzen prächtig. Auch die Tierwelt profitiert.
Auf dem Altefelder Kalkboden gedeihen Pflanzen prächtig. Auch die Tierwelt profitiert. © privat

Der Buchenwald des Gestütes Altefeld aber ist noch heute eine weitgehend naturbelassene Waldfläche mit einer reichen Flora und Fauna – eben ein wahres Naturparadies.

Altefeld – Einst, etwa um Christi Geburt, bedeckte die Buche fast ganz Mitteleuropa. Deutschland bestand nahezu flächendeckend aus Wald. Und noch heute wäre die Buche in unseren Wäldern wohl vorherrschend, hätte der Mensch nicht durch Holznutzung und Aufforstung anderer Baumarten in die natürlichen Waldsysteme eingegriffen.

„Der Buchenwald des Gestütes Altefeld aber ist noch heute eine weitgehend naturbelassene Waldfläche mit einer reichen Flora und Fauna – eben ein wahres Naturparadies“, sagt Gestütsbesitzer Manfred Graf. Die Rotbuche ist die vorherrschende Baumart in Altefeld. Aber auch Esche, Ahorn, Eiche, Elsbeere, Kirsche und Linde wachsen auf dem Kalkboden prächtig.

Nun, zur Frühlingszeit, blühen in Altefeld in großer Zahl Buschwindröschen, gelbe Windröschen, Bärlauch, Türkenbund, Lerchensporn, Leberblümchen, Waldveilchen, Platterbse und Knabenkraut. „Reh- und Schwarzwild und manchmal auch Rotwild tummeln sich im Buchenwald. Aber auch Dachs, Fuchs, Wildkatze und sogar der Luchs ist neuerdings hier anzutreffen“, beobachtet Manfred Graf mit großer Freude.

Der Klang von vielen verschiedenen Sing- und Raubvögeln ist im Gestütswald zu hören, und der Rote Milan zieht über den mächtigen Baumwipfeln seine erhabenen Kreise. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung des Gestütswalds erfolgt nach den Standards von PEFC Deutschland.

Im Übrigen ist die Rotbuche zum „Baum des Jahres 2022“ gekürt worden. Als erste Baumart überhaupt hat die Rotbuche (Fagus sylvatica) den Titel sogar zum zweiten Mal erhalten. 1990 war der Baum erstmals gekürt worden.

Die Rotbuche verdankt ihren Namen nicht der Färbung ihrer Blätter, sondern dem leicht rötlichen Holz. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 45 Metern. Die Buche, so zeigen neueste Untersuchungen und Studien, sei fähig, in Zeiten extremer Wetterereignisse gut mit Klimaveränderungen umzugehen. (Emily Hartmann)

Auch interessant

Kommentare