Zahnhygiene

Gesunde Zähne von klein auf fördern: Preisausschreiben für Kita-Gruppen

Die richtige Technik muss man üben: (von links) Natalie (3), Joris (4) und Liam, der gestern seinen dritten Geburtstag gefeiert hat, sind schon richtige Profis beim Zähneputzen.
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Die richtige Technik muss man üben: (von links) Natalie (3), Joris (4) und Liam, der gestern seinen dritten Geburtstag gefeiert hat, sind schon richtige Profis beim Zähneputzen.

Um die Zahngesundheit von Kindern früh zu fördern, gibt es jetzt ein Preisausschreiben, an dem alle Kitas im Werra-Meißner-Kreis teilnehmen können.

Frankershausen – Erst die Kauflächen, dann außen, dann innen: Nach dieser „Kai-Technik“ lernen viele Kinder das Zähneputzen. Gesunde Zähne sind von Anfang an wichtig, das dürfen die Kinder in den 65 Kindertagesstätten des Werra-Meißner-Kreises nun auch wieder aktiv üben. Bis vor Kurzem hatte das Gesundheitsamt das gemeinsame Zähneputzen in den Kitas coronabedingt ausgesetzt.

Zähneputzen gehört in den meisten Kindertagesstätten morgens nach dem Frühstück zum festen Ritual. So wie im Kindergarten Berkatal in Frankershausen, der als milchzahnfreundlicher Kindergarten zertifiziert ist. „Wir üben jeden Tag mit allen Gruppen das Zähneputzen – auch mit den Krippenkindern“, sagt die Kitaleiterin Saskia Flügel. Dass das sehr vorbildlich ist, weiß auch Janine Kohlstedt vom Arbeitskreis für Jugendzahnpflege (AKJ). Denn nicht alle Kindertagesstätten können diese zusätzliche Aufgabe in ihrem Alltag regelmäßig stemmen.

Preisausschreiben zur Förderung der Mundgesundheit bei Kindern

Um die Mundhygiene in den Kitas zusätzlich zu fördern, organisiert der AKJ ein Preisausschreiben, an dem alle Gruppen aus jeder Kita im Landkreis teilnehmen können. „Jede Gruppe, die teilnimmt, bekommt ein Buch geschenkt“, sagt Kohlstedt. Dazu gibt es als Hauptpreise dreimal 100 Euro für drei Gewinnergruppen.

Nachdem die Erzieherinnen ihre Gruppen bei Janine Kohlstedt angemeldet haben, erhalten alle Kinder ein buntes Blatt Papier, auf das sie sich selbst malen können. Darauf ist auch Platz für einen Zahnarztstempel, den sie erhalten, wenn sie beim Zahnarzt waren. Auch Kleinkinder können mitmachen, wenn sich die Eltern zum Beispiel beim Zahnarzt haben beraten lassen. „Den Stempel kann man sich auch nachträglich abholen, wenn man in diesem Halbjahr schon beim Zahnarzt war“, erklärt Kohlstedt.

Infos und Anmeldung

Janine Kohlstedt, Tel: 0151/41 62 08 13; Mail: akj.eschwege@gmail.com

Bis Ostern läuft die Aktion des Arbeitskreises für Jugendförderung noch. Alle Materialien dafür stammen von der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege in Hessen. Die Erzieherinnen sammeln am Ende die gemalten Bilder der Kinder samt Vorsorgestempel der Zahnärzte und senden sie per E-Mail zurück an den Arbeitskreis. Pro Gruppe müssen mindestens 80 Prozent der Kinder vorweisen, dass sie schon beim Zahnarzt waren.

Zahngesundheit fördern: Auftakt im Kindergarten Berkatal

Zusammen mit der kleinen Zahnpflegehexe Irma – dem Maskottchen der Jugendzahnpflege – war Janine Kohlstedt zu Besuch in Frankershausen, um mit den Kindern das Zähneputzen zu üben. Denn genau das ist es: Es ist eine Übung. „Für das Zähnesauberputzen sind die Eltern verantwortlich“, sagt sie. In Hessen sind Kindertagesstätten sogar gesetzlich dazu verpflichtet, Zahnpflege zu fördern und im Alltag zu ritualisieren.

Zahn- und Mundhygiene fangen aber nicht erst im Kindergartenalter an, sondern bereits während der Schwangerschaft, betont Kohlstedt. Denn die Mundentzündungen und bestimmte Bakterien können einen starken Einfluss auf das ungeborene Baby haben und zu Komplikationen führen. Ab dem ersten Zahn sollte dieser bereits geputzt werden. Die Landesgemeinschaft für Jugendzahnpflege empfiehlt fluoridhaltige Zahnpasta, weil diese gut Karies vorbeugt. (Von Jessica Sippel)

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