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Rückenschmerzen plagen über die Hälfte der Deutschen: Expertinnen geben Tipps

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Rückenschmerzen sind in Deutschland weit verbreitet. (Symbolfoto)
Rückenschmerzen sind in Deutschland weit verbreitet. (Symbolfoto) © AndreyPopov/Imago

Besonders die Pandemie verstärkt das Aufkommen von Rücken- und Nackenbeschwerden. Fachleute liefern Tricks, wie Sie die Schmerzen in den Griff bekommen.

Werra-Meißner – Viele Menschen kennen das Problem: Nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer schmerzt oftmals der Rücken. In vielen Fällen kann mit Sport dagegen angearbeitet werden, manchmal hilft aber auch nur noch der Gang zur Physiotherapie. Am morgigen Tag der Rückengesundheit hat unsere Zeitung einen genauen Blick auf das Thema, was viele Menschen beschäftigt, geworfen und mit zwei Expertinnen gesprochen.

Jeanette Staudacher von der Praxis für Physiotherapie Staudacher aus Witzenhausen bestätigt, dass Rückenschmerzen mittlerweile eine Volkskrankheit seien. Vor allem seien diese durch Bewegungsmangel, Übergewicht und das einseitige Belasten am Arbeitsplatz hervorgerufen. 80 Prozent aller Kunden kämen mittlerweile wegen Rückenbeschwerden in ihre Praxis, berichtet Staudacher.

Rückenschmerzen in der Bevölkerung weit verbreitet: Expertinnen geben Tipps

Auch Dr. Alexandra Böhmert, Oberärztin der Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, sagt, dass Nacken- und Rückenschmerzen in der Bevölkerung weit verbreitet seien. „Das RKI hat zwischen Oktober 2019 und März 2020 eine Befragung von 5009 Erwachsenen durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass 61,8 Prozent der Befragten in den letzten 12 Monaten Rückenschmerzen gehabt haben“, so Dr. Böhmert.

Weiter gibt die Oberärztin zu verstehen, dass durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Homeofficepflicht, die Beschwerden der Menschen noch einmal zugenommen hätten. „Laut des aktuellen DKV-Reports geben 23 Prozent an, dass sie ihr Sitzverhalten während der Arbeitszeit im Homeoffice als schlechter als üblich wahrnehmen“, sagt Dr. Böhmert. Auch ihr Sportverhalten, was zum Ausgleich wichtig sei, nehmen 34 Prozent der Menschen schlechter wahr. Mit vielen Sportarten können Betroffene allerdings schon die Schmerzen vorbeugen und die Rückenmuskulatur stärken. So hilft laut Physiotherapeutin Staudacher vor allem Schwimmen, Yoga, Nordic Walking, Tanzen und Wandern.

Nacken- und Rückenschmerzen: Was Sie dagegen tun können

Neben regelmäßigem Sporttreiben sei es außerdem wichtig, statische Belastungen wie langes Sitzen, langes Stehen und nicht rückengerechtes Tragen von Lasten im Alltag zu vermeiden, berichtet Dr. Böhmert. „Wichtig ist, dass die Bevölkerung in Bewegung kommt und daheim nicht nur auf dem Sofa vor dem Fernseher oder stundenlang vor dem PC sitzen sollte. Jeder kann selbst etwas prophylaktisch für seine Gesundheit tun.“

Das sei zusätzlich wichtig, da Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, auch psychisch stark belastet sein können, weiß Staudacher. Auch Dr. Böhmert sagt: „Rückenschmerzen können Stress, Angst und Anspannung verursachen. Das kann wiederum zu Depressionen, Schlaf- , Angst- und Belastungsstörungen führen. Wichtig ist auch hier wieder in Bewegung zu kommen, um den Teufelskreis zu unterbrechen.“ (Jakob von Sass)

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