Besucher schmuggeln Getränke aufs Gelände

Go-Ahead-Festival fällt wieder aus: Getränkeeinnahmen fehlen

Entspannte Atmosphäre: Das Go Ahead ist bei allen Generationen beliebt, weil es ungezwungen, fast schon familiär zugeht. Die fehlenden Eintrittsgelder werden aber zum Problem. Foto: Weber/Archiv

Schwebda. Das Go-Ahead-Festival in Meinhard-Schwebda wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das bestätigte jetzt der Veranstalter auf Anfrage unserer Zeitung.

Gründe sind finanzielle Probleme und strukturelle Schwierigkeiten innerhalb des zuständigen Go-Ahead-Vereins. Es ist nach 2011 die zweite Absage des beliebten und kostenlosen Festivals. Auch damals waren Fianzierungsprobleme Ursache der Absage.

„Persönliche Probleme innerhalb des Vereins haben sehr viel Zeit für die Organisation geraubt“, sagt Benjamin Fritzsche vom Verein Go Ahead. Auch personelle Gründe gibt Go Ahead als Grund für die Absage an. Mittlerweile haben die Planungen für ein Festival 2016 schon begonnen.

„Wir können nicht kontrollieren, wenn die Besucher ihre Getränke in Rucksäcken mitbringen.“

Größtes Problem bleibt aber nach wie vor die Finanzierung, die nicht auf Gewinn, sondern auf Deckung der Kosten ausgelgt ist. „Wesentliche Einnahmequelle ist der Verkauf der Getränke“, sagt Fritzsche. Dabei leidet das Go-Ahead-Festival aber unter den Nöten aller „Umsonst&draußen“-Veranstaltungen.

„Wir können nicht kontrollieren, wenn die Besucher ihre Getränke in Rucksäcken mitbringen“, sagt Fritzsche. Das Gelände am idyllisch gelegenen Werratalsee einzuzäunen, Eintritt zu nehmen und eine Security zu beauftragen sei keine Option für die Zukunft des Festivals.

Bauen können die Veranstalter auch im kommenden Jahr auf die Unterstützung der Gemeinde Meinhard, die ihnen das Seegrundstück und die Toilettenanlage des nahen Sportplatzes kostenlos zur Verfügung stellt. Außerdem unterstützen der Kreisjugendring, der das Festival 2005 ins Leben gerufen hatte, und verschiedene Sponsoren das Festival.

Die dreitägige Musikveranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als eine der größten Plattformen für Nachwuchsbands in Nordhessen etabliert. Etwa 25 Bands spielen an den drei Tagen auf verschiedenen Bühnen. Bis zu 1200 Musikfans besuchen das Festival pro Tag. „Unser Ansatz ist es, jungen Bands aus der Region eine große Bühne mit viel Publikum zu bieten“, sagt Fritzsche. Jetzt werden Bands für das kommende Jahr und ein passender Termin im Sommer 2016 gesucht.

Von Tobias Stück

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