Sturm Dirk

Grebendorf: Feuerwehreinsatz am Menthe-Kuhstall - Tief Dirk deckt Dach ab

Im Einsatz: Die Feuerwehren aus Grebendorf und Eschwege holten die losen Platten vom Dach, bevor sie noch mehr Schaden anrichten konnten.
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Im Einsatz: Die Feuerwehren aus Grebendorf und Eschwege holten die losen Platten vom Dach, bevor sie noch mehr Schaden anrichten konnten.

Was ein Unwetter anrichten kann, das musste der Hof Menthe in Grebendorf am Wochenende am eigenen Leib erfahren.

Grebendorf – Denn der starke Wind des Tiefs Dirk ließ im Werra-Meißner-Kreis nicht nur zahlreiche Bäume entwurzeln und auf Straßen stürzen, sondern hob bei dem Landwirtschaftsbetrieb in Grebendorf auch Teile der Firstlüftung am Dach des Kuhstalls ab.

„Wir haben uns gewundert, was los ist. Wir haben hier immerhin schon heftigere Stürme erlebt, wo aber nichts passiert ist“, sagte Landwirt Christian Menthe.

Der Lichtfirst fehlt nun ganz: Die lichtdurchlässigen Kunststoffplatten auf dem Dach des Kuhstalls auf dem Hof Menthe in Grebendorf wurden durch den Sturm vom Dach gehoben. 

Eine Windböe hat gegen Mitternacht von Samstag auf Sonntag die großen durchsichtigen Plastikplatten des Stalldachs, die Tageslicht in den Stall lassen sollen, aus ihrer Verankerung gerissen, ebenso wie das Gestell als solches, erklärte Christian Menthe am Montag. Mehrere dieser Platten fielen dann sechs Meter tief in den Laufstall der Kühe, einige landeten auch neben dem Stall. Splitter und Metallschienen lagen überall auf dem Hof verteilt, so Menthe.

70 Milchkühe und etwa 60 Kälber und Jungrinder leben auf dem Hof und sind unter anderem im Stall untergebracht. „Zum Glück wurde keines unserer Tiere verletzt“, sagte Menthe. Trotzdem seien sie durch den Sturm und die herabfallenden Teile recht aufgebracht gewesen.

Menthes Sohn, der an diesem Samstagabend noch im Garten saß, wurde durch das Blöken der Kühe im Stall darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt. Einige der großen Kunststoffplatten lagen in sechs Metern Höhe noch lose auf dem Dach. Zuerst wollten die Landwirte selbst versuchen, die Platten sicher auf den Boden zu bringen. „Das ist aber nicht ungefährlich“, weiß Menthe.

Platten und Leisten wurden vom Dach hinunter in und neben den Kuhstall geweht.

Deswegen hat er seine Feuerwehrkameraden aus Grebendorf angerufen, ebenso zur Hilfe kam die Freiwillige Feuerwehr aus Eschwege. Mit der Drehleiter konnten die Einsatzkräfte die übrigen Platten und noch einige lose Metallschienen vom Dach des Kuhstalls holen, bevor sie herunterfallen oder durch den Wind weiteren Schaden anrichten konnten.

„Wir sind sehr dankbar für die schnelle Hilfe, die wir von den Feuerwehren aus Grebendorf und Eschwege erhalten haben“, sagte Menthe am nächsten Tag.

Bis nächste Woche wollen die Landwirte den Schaden reparieren. Mit der Versicherung steht Menthe bereits in Kontakt. Bis dahin können die Kühe, die bei Regen nicht nass werden wollen, aber Schutz in einem anderen Bereich des großzügigen Stalls finden.

Von Jessica Sippel

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