Wald

Buddeln für die Einheit: Jugendparlament lädt zum Bäumepflanzen in Großalmerode ein

Schauen nach den Pflanzen vom vergangenen Jahr: Bürgermeister Finn Thomsen (von links), Vincent Koch, Tizian Koch und Sara Notzon vom Jugendparlament sowie Revierförster Gert Snethlage.
+
Schauen nach den Pflanzen vom vergangenen Jahr: Bürgermeister Finn Thomsen (von links), Vincent Koch, Tizian Koch und Sara Notzon vom Jugendparlament sowie Revierförster Gert Snethlage.

Jeder Bürger soll jedes Jahr einen Baum pflanzen: Diesen Vorsatz will Großalmerode zur Tradition werden lassen und beteiligt sich deshalb wieder am Einheitsbuddeln am 3. Oktober.

Großalmerode - Dieses Mal lädt das Jugendparlament dazu ein, 11 Uhr geht es an der Schwarzenberghütte oberhalb des Panoramabades los. „Was in diesem Jahr in der Umgebung an Bäume gefällt wurde, ist immens“, sagt Vincent Koch, Vorsitzender des Jugendparlamentes. „Wir finden es aber wichtig, nicht nur zu kritisieren, sondern selbst auch etwas zu machen.“ Deswegen übernimmt das Jugendparlament die Kosten von circa 300 Euro für die 300 Bäume, die gepflanzt werden sollen.

„Normalerweise fällen wir rund 7000 Festmeter Holz im Jahr. Im vergangenen Jahr waren es jedoch um die 50 000 Festmeter und dieses Jahr wird es wahrscheinlich noch einmal genauso viel“, schätzt Revierförster Gert Snethlage. Auch für den Stadtwald befürchtet Snethlage, dass man sich in ein bis zwei Jahren von dem Fichtenbestand verabschieden muss.

Auf den entstandenen Freiflächen sollen dieses Jahr Kirschen und Roteichen gesetzt werden. „Im vergangenen Jahr haben wir ja Kirschen und Linden genommen, für die schöne Blüte“, sagte Snethlage. Deswegen wird die Kirsche auch wieder gesetzt. Zusätzlich entschied man sich für die Roteiche, weil diese eine schöne Herbstfärbung bekommt.

Mit den Heideflächen auf der einen Seite sollte der Panoramaweg auch auf der anderen Seite so gestaltet werden, dass er für Einheimische und Touristen attraktiv wird, erklärt Bürgermeister Finn Thomsen. Die Fläche, die bepflanzt werden soll, ist nicht einfach, sagt Snethlage. Brombeeren haben sich ausgebreitet und erschweren die Arbeit. Deswegen sei man auch bei der Zahl von 300 Bäumen geblieben.

Aus dem Vorjahr seien 80 bis 90 Prozent der Bäume durchgekommen, schätzt Snethlage: „Ich sehe das als Erfolg, aber es muss dringend regnen.“ Um dem Wassermangel entgegenzuwirken, will der Bauhof am Samstag wieder mit dem Wasserfass kommen, damit die neuen Pflanzen angegossen werden können.

Teilnehmer sollten einen Spaten mitbringen, bitten die Vertreter des Jugendparlamentes. Zudem empfehlen sie, ältere Kleidung anzuziehen. (Evelyn Ludolph)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.