100-Jahr-Feier für die Sanierung der Stadtkirche steigt am Sonntag

Der Putz bröckelt: Pfarrer Jörn Jakob Klinge und Manfred Herrmann, Schriftführer beim Förderkreis Stadtkirche, zeigen die Schäden, die durch das undichte Dach bereits verursacht wurden. Foto:  Skupio

Großalmerode. Das Dach ist undicht, Risse durchlaufen das Mauerwerk, der Putz blättert an mehreren Stellen von der Decke: Die Zeit ist nicht spurlos an der Stadtkirche in Großalmerode vorbeigezogen, deren Kirchenschiff in diesem Jahr 100 Jahre alt wird.

Die Kostenschätzung für ein neues Schieferdach liegt bei 250.000 Euro. „Die Schäden im Inneren, die durch die eindringende Nässe verursacht wurden, sind da noch nicht eingerechnet“, sagt Großalmerodes Pfarrer, Jörn Jakob Klinge. Rund 36.000 Euro wurden mithilfe des Förderkreises Stadtkirche an Spenden bereits gesammelt. Dieser Betrag soll am kommenden Sonntag nochmals kräftig aufgestockt werden. Mit einem Kartoffelfest - passend zum zeitgleich stattfindenden Erntedank - will die Gemeinde das Jubiläum des Kirchenschiffes gemeinsam mit den Epterödern und den Rommerödern feiern. Auch die Kollekte nach dem Festgottesdienst geht zugunsten des Kirchendachs.

Neben Spezialitäten rund um die Kartoffel sind beim Kartoffelfest im Anschluss an den Gottesdienst auch die Aktivitäten für die Kinder thematisch abgestimmt: Eine Erzieherin wird unter anderem Kartoffellauf und Kartoffeldruck anbieten. „Zum Kochen der Kartoffelsuppe hat uns die Stadt das Gebäude am Marktplatz 16 zur Verfügung gestellt, und sollte es regnen, hilft uns das THW mit Zelten aus“, sagt Manfred Herrmann, Schriftführer des Förderkreises, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert.

2006, bei der Gründung, habe man die Vision gehabt, zum 100-jährigen Jubiläum des Kirchenschiffs mit der Sanierung fertig zu sein, berichtet Herrmann. Immerhin habe man mit der Einweihung des sanierten Kirchturms 2014 den ersten Schritt erfolgreich hinter sich gebracht.

Für die 580.000 Euro teure Turmsanierung hatte der Förderkreis mehr als 90.000 Euro gesammelt, die vom Kirchenerhaltungsfonds noch mal verdoppelt wurden. Den Rest haben Kirchengemeinde, Landes-- und Kreissynode aufgebracht. Da es bereits seit 2011 an einigen Stellen reinregnete, wurden nasse Stellen damals mitverputzt - jedoch nur provisorisch. Hinzu kommt: Nicht nur das Mauerwerk wird durch die eintretende Nässe beschädigt. „1916 wurde hier Nordhessens größte Betondecke eingezogen, wofür Stahlträger eingebaut wurden - wenn die wegrosten, dann wird’s richtig teuer“, gibt Klinge zu bedenken.

Kontakt: Wer neben einer einmaligen Spende beim Kartoffelfest dauerhaft etwas zur Sanierung der Kirche beitragen will, kann dem 35-köpfigen Förderkreis beitreten. Der Beitrag liegt bei jährlich mindestens 30 Euro. Infos unter www.kirche-am-hirschberg.de oder bei Vorsitzendem Martin Trebing, Tel. 01 76 /23 98 77 11.

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