Verfahren geht in zweite Runde

Angebliche Beleidigung von Dirk Landau erneut vor Gericht

Großalmerode / Kassel. Der Prozess um die angebliche Beleidigung des CDU-Landtagsabgeordneten Dirk Landau geht in die zweite Runde.

Gut 18 Monate nachdem Landtagsabgeordneter Dirk Landau (CDU) beim Aufstellen von Wahlplakaten in Großalmerode offenbar angegriffen und beleidigt worden ist, beginnt am heutigen Donnerstag vor dem Landgericht Kassel ein Berufungsverfahren gegen einen 53 Jahre alten Mann aus dem Werra-Meißner-Kreis.

Dabei handelt es sich um den Kommunalpolitiker Siegbert Stenzel (Linke).

Er soll Landau am 3. August 2013 beleidigt und am Hals gewürgt haben. Das Amtsgericht Eschwege hatte Stenzel im April vergangenen Jahres in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen (1200 Euro) wegen Beleidigung und Körperverletzung verurteilt. Er ging in Berufung und warf Landau seinerseits vor, gelogen und Wahlplakate der Linken beschädigt zu haben. Vom Vorwurf der Sachbeschädigung war Stenzel im Eschweger Prozess indes freigesprochen worden. Ihm war zusätzlich zur Last gelegt worden, Dirk Landaus Handy in dem Handgemenge beschädigt zu haben.

Dirk Landau

Bereits beim ersten Prozess hatte Richter Dr. Alexander Wachter darauf hingewiesen, dass es sich nicht um einen Schwarz-Weiß-Fall handele wie zunächst gedacht. „Es gab auch Beleidigungen in Richtung des Angeklagten, die nicht schmeichelhaft waren“, sagte Dr. Wachter damals nach der Beweisaufnahme und bezog sich auf die Aussage eines Zeugen, der angab, gehört zu haben, wie Landau seinen Widersacher als „asoziales linkes Element“ beschimpft hat.

Im Berufungsverfahren prüft das Landgericht in Kassel den Fall erneut, acht Zeugen sind geladen. (fst)

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