"Auf der Insel"

Anwohner beschweren sich: Lastwagen fahren zu schnell durch Trubenhausen

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Nervtötender Lärm: Die Anwohner Sven Rannenberg (von links), Karl-Heinz Grunewald, Alfred Hubel, Fritz Welch, Birgit Salzmann, Walter Heinemann, Frank Peter und Karl Hesse beschweren sich über die Lastwagen des Steinbruchs Bransrode, von denen die meisten das Tempo-30-Limit überschreiten würden.

Trubenhausen. Die Anwohner der Straße "Auf der Insel" in Trubenhausen beschweren sich über Lastwagen, die zu schnell zum und vom Steinbruch Bransrode durch ihre Straße fahren.

Ein lautes Klirren ist aus dem Geschirrschrank von Karl-Heinz Grunewald zu hören, sobald ein Lastwagen auf der Straße „Auf der Insel" in Trubenhausen Gas gibt, um Schwung für den Berg Richtung Steinbruch Bransrode zu holen.Ein lautes Klirren ist aus dem Geschirrschrank von Karl-Heinz Grunewald zu hören, sobald ein Lastwagen auf der Straße „Auf der Insel" in Trubenhausen Gas gibt, um Schwung für den Berg Richtung Steinbruch Bransrode zu holen.

Grunewalds Nachbarn geht es nicht besser: „Leider hält sich keiner an das Tempo-30-Limit, das in unserer Straße gilt“, sagt Birgit Salzmann. Sie wohnt schräg gegenüber von Grunewald und stellt aus der Not heraus ab und zu ihr Auto an die Straße. „Dann müssen die Lastwagen langsamer fahren, weil sie die Kurve nicht einsehen können.“ Ab morgens um 7 Uhr herrsche auf der Straße reger Betrieb durch Fahrzeuge, die Basalt vom Steinbruch abtransportieren. Zwei bis drei Lastwagen kämen innerhalb weniger Minuten die Straße entlang. Im Begegnungsverkehr müsse ein Fahrzeug auf den Bürgersteig ausweichen, „dessen Sanierung wir Anwohner dann irgendwann bezahlen müssen“, klagt Salzmann.

Die Straße weist zahlreiche Schlaglöcher auf. Die Anhänger der Lastwagen - insbesondere wenn sie noch nicht beladen sind - klapperten dadurch besonders laut, sagt Grunewald, der sich von der Stadt Großalmerode mit dem Problem im Stich gelassen fühlt. „Muss denn immer erst etwas passieren, bevor etwas unternommen wird?“, fragt Fritz Welch. Grunewald pflichtet ihm bei: „Wir waren schon zweimal Freiwild.“ Zuletzt sei 1988 ein Lastwagen voll Basalt in einer Kurve umgekippt, weil er zu schnell gewesen sei. „Mein Auto war danach platt“, berichtet Frank Peter.

Der Bürgermeister habe ihnen geraten, alle aufzuschreiben, die zu schnell fahren, berichtet Fritz Welch. „Dann laufen wir bald alle mit einem Messer im Rücken herum.“ Das sei auch gar nicht ihr Ansinnen, fügt Karl Hesse hinzu: „Wir sind alle Autofahrer und wollen daher nicht mit Gewalt anzeigen.“ Auch wolle man den Lastwagenfahrern nicht das Leben schwer machen, betont Alfred Hubel. Vielmehr setzen die Anwohner darauf, dass die Firma, welche den Steinbruch betreibt, das Thema mit ihren Fahrern bespricht. Auch wünschen sich die Anwohner, dass wieder eine Geschwindigkeitsanzeige aufgebaut wird. „Mit dem Schild hatten wir Ruhe“, sagt Grunewald. Flüsterasphalt wäre laut Hesse langfristig gesehen eine Überlegung wert.

Dass es anders geht, dafür haben die Anwohner sofort ein Beispiel parat: „Die Fahrer der Spedition Kanngießer bei uns im Ort fahren sinnig.“

Was Bürgermeister Andreas Nickel, Hessen Mobil und die Basalt AG zu den Problemen sagen, lesen Sie in der Mittwochsausgabe der HNA Witzenhäuser Allgemeinen.

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