51-Jähriger ist sportbegeistert

Bekennender Lokalpatriot: Michael Goßmann bewirbt sich als Bürgermeister

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Ist gern in seiner Heimat aktiv: Da Michael Goßmann gern wandert, unternimmt er oft einen Ausflug zum Bilsteinturm.

Großalmerode. Drei Kandidaten wollen der neue Bürgermeister von Großalmerode werden - wir stellen die Bewerber vor. Heute: Michael Goßmann, den Kriminalbeamten, der seine Heimat liebt.

„Es ist wunderschön hier oben, man kann die Landschaft genießen.“ Für Michael Goßmann gehört der Bilsteinturm nicht nur zu Großalmerode, sondern zählt sogar zu den Lieblingsplätzen des 51-Jährigen – auch wenn er den Windrädern, die dort oben mittlerweile das Landschaftbild dominieren, kritisch gegenüber steht. Mindestens genauso gern sitzt Goßmann aber auch zuhause in seiner Küche und liest Zeitung bei einer Tasse Kaffee „Ich bin eh so eine Kaffeetante“, gesteht der Bürgermeisterkandidat.

Von einem Stubenhocker kann bei dem Großalmeröder jedoch keineswegs die Rede sein: Goßmann ist in der Turngemeinde aktiv, war Vorstandsmitglied, hat Tischtennis und Fußball gespielt. Als Jugendtrainer war der Sportplatz für ihn mehr als zehn Jahre lang sein zweites Zuhause – bis Sohn Jannik zum KSV Hessen Kassel wechselte. „Einige meiner Jungs wurden jetzt als Spieler der Ersten Mannschaft vorgestellt“, berichtet er stolz. Um abzuschalten joggte Goßmann früher oft eine Stunde durch den Wald, heute wandert er viel und ist mit dem Fahrrad unterwegs. „Zuhause habe ich mir eine kleine Folterkammer mit Hantelbank, Gewichten, Boxsack und Heimtrainer eingerichtet“, sagt Goßmann.

Er wechselte 1994 vom Bundesgrenzschutz zur hessischen Polizei, weil dort die Chancen für ihn höher waren, in seiner Heimatstadt wohnen bleiben zu können. „Von der Wiege bis zum Tode: Almerode“, zitiert der bekennende Lokalpatriot schmunzelnd. Da versteht es sich von selbst, dass Goßmann seit 2009 auch den Heimatspielern angehört. „Das hat Riesenspaß gemacht“, schwärmt Goßmann vom Auftritt beim Heimatfest 2015 und freut sich schon auf den nächsten in drei Jahren.

Da er viel unterwegs ist, genießt es der 51-Jährige, wenn er mit seiner Familie auf der Couch einen Filmabend mit Schnuckzeug macht – insbesondere, wenn seine Tochter zu Besuch ist. „Sie ist vor einem Jahr in den Taunus gezogen, wo meine Frau herstammt.“ Kennengelernt haben sich Goßmann und seine Frau, als diese zu Gast bei ihrer besten Freundin in Hopfelde war und mit ihr die damalige Disco Starlight in Hessisch Lichtenau besuchte. „Am 10. Oktober feiern wir Silberhochzeit – und sind immer noch verliebt.“ Da ihm die Familie wichtig ist, wurde seine Kandidatur erst mal im Familienrat besprochen. „Meine Familie steht voll hinter mir; das ist wichtig, wenn man so ein Amt bekleiden will.“ Mindestens genauso wichtig ist ihm sein großer Freundeskreis, darunter die „Moselgruppe“, mit der er und seine Frau Ausflüge unternehmen. Stolz erzählt Goßmann, dass er auch 2003 beim Bau seines Hauses auf die Hilfe seiner Freunde zählen konnte. „Mit den Augen kannst du alles klauen“, hatte sein Vater, der damals Bauleiter war, ihn dazu motiviert, den Keller selbst zu fliesen, was gut klappte, „auch, wenn ich nicht so der große Handwerker bin“.

Einen persönlichen Fragebogen, mit dem wir Michael Goßmann auf den Zahn gefühlt haben, sowie einen ausführlichen Lebenslauf lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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