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Brand in Mehrfamilienhaus in Großalmerode

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Von: Stefan Forbert

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Eine Feuerwehrdrehleiter mit Blaulicht
Beim Brand des Mehrfamilienhauses in Laudenbach setzte die Feuerwehr auch eine Drehleiter ein. © Patrick Seeger

Beim Brand in einem Mehrfamilienhaus in einem Wohngebiet in Laudenbach in der Nacht zu Sonntag sind vier Bewohner aufgrund des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Alle hätten nach ambulanter Behandlung schon am Vormittag wieder entlassen werden können, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner mit.

Laudenbach – Nach seinen Angaben war Feuer kurz nach Mitternacht zunächst im Wintergarten des Hauses an der Königsberger Straße des Großalmeroder Stadtteils ausgebrochen – aus unbekannter Ursache. Dem Polizeibericht zufolge besteht aber der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung.

Die Flammen breiteten sich rasch aus, zogen an der Fassade hoch und griffen so auf das Wohnhaus über bis in die Dämmung des Daches, wie Kreisbrandmeister Oliver Bolte näher erläuterte. Er stand dem Einsatzleiter, Großalmerodes Stadtbrandinspektor Marcel Dann, vor Ort zur Seite. Zugleich zog Qualm durch das ganze Haus.

Die Feuerwehren waren um 0.02 Uhr alarmiert worden, letztlich rückten neben den Wehren von Laudenbach und der Kernstadt auch die aus Rommerode und Walburg an. Außerdem wurde die Drehleiter der Feuerwehr Hessisch Lichtenau nach Laudenbach gefahren. Insgesamt waren 55 Feuerwehrkräfte im Einsatz, zudem der Rettungsdienst mit einem Notarzt und drei Rettungstransportwagen.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden, um 3.30 Uhr hieß es: „Feuer aus“, eine Dreiviertelstunde später rückten die Wehren wieder ab. Eine Nachschau durch die Laudenbacher Wehr am Sonntagvormittag verlief negativ, alle Glutnester wurden in der Nacht offensichtlich beseitigt, wie Stadtbrandinspektor Dann berichtete.

Die beiden Wohnungen im Haus sind derzeit zum Teil bewohnbar. In der oberen Etage, in dem ein jungen Paar wohnt, ist das Dach teilweise offen, in der unteren liegt durch die Löscharbeiten Wasserschaden vor.

Nach einer ersten groben Schätzung, so der Polizeisprecher, liegt der Gesamtschaden bei rund 200 000 Euro.

Am Sonntag waren bereits Ermittler der Kripo vor Ort, über deren Erkenntnisse aber gestern noch keine Informationen zur möglichen Brandursache zu erhalten waren.

Der Eigentümer des Hauses soll in der Nacht von einem Knall gesprochen und die Vermutung geäußert haben, dass der Akku seines Computers explodiert sei. Das Gerät stand wohl auf einem Schreibtisch im Wintergarten.  (sff)

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