Geschäftsidee

Wegen Corona: Bäckerei in Großalmerode verkauft jetzt auch Toilettenpapier

In der Krise für die Kunden da sein: Heiko Frankenstein, Inhaber der Bäckerei Helmeke, verkauft in Großalmerode nun auch Mehl, Milch, Hefe, Toilettenpapier und Küchenrolle.
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In der Krise für die Kunden da sein: Heiko Frankenstein, Inhaber der Bäckerei Helmeke, verkauft in Großalmerode nun auch Mehl, Milch, Hefe, Toilettenpapier und Küchenrolle.

Corona: Klopapier, Mehl und Hefe sind vielerorts wegen der Hamsterkäufe Mangelware geworden. Deshalb hatte verkauft eine Bäckerei in Nordhessen eine pfiffige Geschäftsidee.

  • Wegen der Corona-Pandemie kommt es vermehrt zu Hamsterkäufen. 
  • Waren wie Klopapier und Mehl sind knapp.
  • Deshalb verkauft eine Bäckerei in Großalmerode (Werra-Meißner-Kreis) diese jetzt ebenfalls.

Toilettenpapier, Mehl, Hefe und Milch sind vielerorts aufgrund der Hamsterkäufe wegen der Corona-Pandemie zur Mangelwahre geworden. Heiko Frankenstein, Inhaber der Bäckerei Helmeke in Großalmerode, bekam das ebenfalls zu spüren. Immer mehr Kunden fragten in der Bäckerei nach Mehl und Hefe. Deshalb hat er sich etwas einfallen lassen und verkauft jetzt das, was alle derzeit suchen.

In seinerBäckerei gibt es nun neben Brot und Brötchen auch Mehl, Hefe, Milch, Toilettenpapier und Küchenrollen. Dafür machte sich der Geschäftsführer auf die Suche nach einer Lieferquelle für die vergriffenen Waren. In Erfurt wurde er bei dem Großhändler Metro fündig.

Corona Werra-Meißner: Bäckerei geht es nicht um Gewinn, sondern um Solidarität

„Ich will damit innovativ sein, für unsere Kunden da sein und sie auch nachhaltig an uns binden“, sagt Frankenstein. Er verkaufe die Produkte zwar mit Gewinn, dennoch geht es ihm dabei vor allem um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität

„Es kann in Deutschland ja nicht sein, dass man diese Dinge nicht mehr bekommt“, sagt er. Um Hamsterkäufen vorzubeugen, verkauft die Bäckerei die Waren nur in haushaltsüblichen Mengen.

Corona im Werra-Meißner-Kreis: Gutes Feedback von Bäckerei-Kunden

Dabei hat der Bäckereibetrieb selbst mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Neben der Bäckerei in Großalmerode hat der Betrieb weitere Filialen, darunter auch ein Eiscafé in Hessisch Lichtenau, das in Folge der Einschränkungen wegen der Corona-Krise bereits am 22. März schließen musste. Gerade durch das gute Wetter derzeit, stellt dies einen großen Verlust für das Unternehmen dar.

„Von den Kunden bekommen wir ein super Feedback“, erzählt Frankenstein. Auch auf Facebook, wo er mit einem Beitrag auf die Aktion aufmerksam gemacht hat, sprechen viele Nutzer ihren Dank aus. „Wir merken uns auch nach der Krise, wer für uns da war“, schreibt etwa ein Nutzer unter den Beitrag mit der Milchlieferung.

Von Kristina Stein

Lesen Sie alle News zum Coronavirus im Werra-Meißner-Kreis in unserem Ticker.

In ganz Nordhessen gibt es inzwischen mehr als 1110 Corona-Infizierte. Außerdem werden immer mehr Todesfälle bekannt.

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