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Großalmeröder Schüler veröffentlichen Texte im Fischer-Verlag

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Von: Lothar Röß

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Nachwuchsautorinnen: Nele Ludolph (von links), Antonia Wassermann, Anna Lena Sund, Naima Muth, Maja Schmidt, Marie Köhler, Helena Casselmann, Olivia Berndt und Lara Kuhrmann lasen selbst geschriebene Texte.
Nachwuchsautorinnen: Nele Ludolph (von links), Antonia Wassermann, Anna Lena Sund, Naima Muth, Maja Schmidt, Marie Köhler, Helena Casselmann, Olivia Berndt und Lara Kuhrmann lasen selbst geschriebene Texte. © Lothar Röß

Valentin-Traudt-Schüler aus Großalmerode haben Texte im Fischer-Verlag veröffentlicht.

Großalmerode – Als Nachwuchsautorinnen präsentierten sich am Freitag neun Gymnasialschülerinnen der 9. Klasse der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode vor Mitschülern und Eltern in der Aula der Schule. Die Texte hatten sie während eines Workshops im Rahmen des Schreibwerkstätten-Projekts „Lautschriften – Vom Film zum Buch“ im Unterricht von Deutsch-Lehrerin Annerose Muster verfasst.

Das Projekt ist Teil einer Initiative des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Förderung der kulturellen Teilhabe im ländlichen Raum in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Literaturforum und dem Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag. Der Verleger hatte die Beiträge von mehr als 50 Schülerinnen und Schülern der vier beteiligten schulischen Einrichtungen gesammelt und unter dem Titel „Lautschriften 2022“ als Taschenbuch herausgegeben.

Lehrerin Muster sah in dem Projekt, von dem sie im Frühjahr 2022 über die beiden Bücherei-Mitarbeiterinnen Petra Köhrich und Anett Haus erfahren hatte, eine gute Gelegenheit, ihre Schüler der seinerzeit 8. Klasse im Fach Deutsch kreativ zu fördern. Als Leiterin des Workshops stand ihr Ilona Einwohlt als Autorin zur Seite, sodass die fachkundige Unterstützung für die Jugendlichen beim Schreiben garantiert war. Zum Einstieg in das Projekt hatte Einwohlt den Kurzfilm „Auftauchen“ gezeigt. Das Ganze jedoch ohne Ton, um damit den Fokus mehr auf die Bilder zu lenken und die Fantasie anzuregen. Der Film erzählt die Geschichte von Eva und David. Die beiden 20-Jährigen lernen sich in Berlin kennen, beide sind von Rastlosigkeit geprägt: Eva muss ihren geliebten Schwimmsport wegen einer Chlor-Allergie aufgeben und David, der als Kind von seiner Mutter zur dementen Großmutter abgeschoben wurde, fährt ziellos mit der Tram umher. Engere Beziehungen meidet er.

Die Geschichten, die die 16 Jugendlichen der Klasse daraus entwickelten, hätten unterschiedlicher kaum sein können. Das wird unter den 14 abgedruckten Beiträgen allein schon durch die Titel deutlich wie „Großer Traum“ von der 16-jährigen Naima Muth oder „Unvorstellbar“ von Nele Ludolph (13 Jahre), „Der etwas andere Streit“ (Helena Casselmann/14), „Modelträume“ (Marie Köhler/14), „Die falsche Tram“ (Olivia Berndt/14), „Schwerelos“ (Lara Kuhrmann/13) sowie „Veränderung“ von Maja Schmidt (14). Während die sieben Schülerinnen ihre eigenen Texte vorstellten, sprangen Antonia Wassermann und Anna Lena Sund für zwei Mitschüler ein, die an dem Abend verhindert waren.

Durch das Programm führte Ilona Einwohlt. Musikalisch unterhielten die Young Marching Band der Schule unter der Leitung von Frank Anacker und Leon Frickel, der zwei Gitarren-Solos beisteuerte. Celine Olbrisch lieferte eine Kostprobe ihrer Poetry-Slam-Künste als Teilnehmerin literarischer Wettbewerbe. (zlr)

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