Die Wasserleitung ist fertig

Teilstrecke der Wasserversorgung zwischen Großalmerode und Faulbach erneuert

Am Ortseingang von Faulbach wurde auch der Druckreglerschacht erneuert: Wassermeister Michael Höhre (rechts) erklärt Bürgermeister Finn Thomsen, wie der Wasserdruck von 9 auf 4,5 bar verringert wird.
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Am Ortseingang von Faulbach wurde auch der Druckreglerschacht erneuert: Wassermeister Michael Höhre (rechts) erklärt Bürgermeister Finn Thomsen, wie der Wasserdruck von 9 auf 4,5 bar verringert wird.

Zwischen Großalmerode und Faulbach wurden jetzt die Wasserleitungen saniert.

Großalmerode – Trockene Sommer, wie in den vergangenen Jahren, sind für Großalmerode nun erst mal kein Problem mehr – denn die Stadt hat in ihre Wasserleitung investiert.

In den vergangenen Sommern musste man feststellen, dass die Quellen und Tiefbrunnen der Stadt durch das trockene Wetter, speziell auch in Verbindung mit dem Rohrbruch im Panoramabad, an ihre Leistungsgrenzen gebracht worden sind. Um einen Mangel in der Kernstadt auszugleichen, kann Großalmerode nun problemlos Wasser aus Epterode beziehen, denn die Leitung zwischen Faulbach und der Kernstadt ist erneuert worden.

Auf dieser Strecke musste sich die Stadt zuletzt mit einer oberirdischen Notleitung behelfen, wie Bürgermeister Finn Thomsen berichet. Die alten Gussrohre auf der Strecke hatten sich aufgelöst, erklärt Wassermeister Michael Höhre. „Die Rohre sind damals nicht in ein Sandbett gelegt worden“, sagt der Wassermeister. Steine rings um die Leitung haben es zugelassen, dass Luft ans Rohr gekommen ist, wodurch dieses oxidierte. Nachdem die Mitarbeiter des Wasserwerks die Leitung unter Druck gesetzt hatten, sei es zu drei Rohrbrüchen gekommen, weswegen man schließlich diesen Teil des Wassernetzes aufgeben musste. Die oberirdische Leitung war dann eine Improvisation, die aus der Not heraus entstanden ist.

Mit der neu verlegten Leitung kann nun unkompliziert bei Bedarf in der Kernstadt Wasser aus Epterode zugemischt werden. Wenn das passiert, verändert sich der Härtegrad des Wassers: in der Kernstadt sind normalerweise 5 Grad deutsche Härte und in Epterode 15 Grad. „Das merkt man, wenn man Wasser kocht“, sagt Höhre, denn das Wasser aus Epterode ist kalkhaltiger. Das Wasser wird verschnitten, dennoch werden es zumindest die Anwohner an den ersten Strängen, wo das Wasser eingespeist wird, bemerken, schätzt Höhre. „Das Gerücht, das Wasser sei schlechter, stimmt aber nicht“, sagt der Bürgermeister.

Die Stadt Großalmerode wird die Anwohner übers Internet und der HNA informieren, wenn Wasser aus Epterode für die Kernstadt zugemischt wird, sagt Thomsen. „Die Einspeisung aus Epterode ist kein Dauerzustand, sondern passiert nur im Notfall.“ Man habe in trockenen Sommermonaten nur die Wahl zwischen dem etwas kalkhaltigeren Wasser aus Epterode oder keinem Wasser.

Der Bau der Leitung zwischen Faulbach und Großalmerode mit einer Länge von 850 Metern habe 190 000 Euro gekostet. Damit sei man innerhalb des kalkulierten Finanzplans geblieben. Das neue Rohr sei ein spezielles Mantelrohr aus PE 100, erklärt Höhre. Im Bohrspülverfahren ist es unterirdisch verlegt worden. Zudem ist der Druckreglerschacht in Faulbach erneuert worden. Dort wird der Wasserdruck am Ortseingang von 9 auf 4,5 bar reduziert. (elu)

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