Engagiert seit über sechs Jahrzehnten

Ehemaliger Kreistagsabgeordneter Erich Hofsommer wird 80

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Jubilar: Erich Hofsommer aus Laudenbach wird heute 80 Jahre alt. 

Großalmerode. Am heutigen Tag werden die Recherchen von Erich Hofsommer ruhen müssen: Der ehemalige Kommunalpolitiker und Hobbyhistoriker feiert seinen 80. Geburtstag.

Obwohl er gesundheitlich etwas angeschlagen ist, ist Erich Hofsommer laut seiner Frau Herta viel und vorwiegend für andere aktiv. „Tag und Nacht betreibt er Ahnenforschung.“

Trotz seines Engagements für andere blieb der gebürtige Laudenbacher stets bescheiden: Das Bundesverdienstkreuz, das ihm 2006 verliehen wurde, wollte er zunächst nicht recht annehmen. Bei der Übergabe betonte er: „Ich nehme das Kreuz stellvertretend für den anständigen Teil der Gesellschaft an, der mehr für ein ‘wir’ als für ein ‘ich’ ist.“

Der überzeugte Gewerkschafter setzte sich stets für die Belange der lohnabhängigen Beschäftigten und sozial Benachteiligten ein. Seit 65 Jahren ist er Verdi-Mitglied. „Er hat es gern gemacht und aus Idealismus, er wollte etwas verändern“, sagt sein Frau Herta. Ihr Mann leide darunter, „dass die Welt so ungerecht ist“.

Neben seinem politischen Engagement - Hofsommer ist seit 50 Jahren Mitglied bei der SPD Großalmerode, war 26 Jahre Stadtverordneter, Stadtverordnetenvorsteher und Magistratsmitglied, mehr als 40 Jahre im Bezirksausschuss der SPD Hessen-Nord, Kreisbeigeordneter, bis 2001 Kreistagsabgeordneter und danach ehrenamtlicher Beigeordneter im Kreisausschuss - ist der Jubilar Mitglied bei der Arbeiterwohlfahrt und im Geschichtsverein. Im Förderkreis setzt sich der Inhaber des Ehrenbriefs des Landes Hessen für die Sanierung der Stadtkirche ein.

„Seine große Liebe war aber immer der Bergbau“, sagt Ehefrau Herta, mit der Erich Hofsommer zwei erwachsene Kinder hat. Als Sohn eines Bergmanns wurde auch Erich Hofsommer Steiger im Bergbau. Schweren Herzens wechselte er 1972 zum Tiefbauamt der Stadt Kassel, als der Betrieb der Zeche Hirschberg immer mehr heruntergefahren wurde. 2003 wurde er gänzlich eingestellt. Dem Bergbau ist Hofsommer bis heute verbunden, brachte beispielsweise bei der Barbarafeier des Knappenvereins Hirschberg 2005 den für Großalmerode segensreichen Ton-, Alaun- und Kohleabbau über Jahrhunderte hinweg in Erinnerung.

Wer dem „Fels in der Brandung“, wie Hofsommer einst von der ehemaligen Landtagsvizepräsidentin Erika Wagner genannt wurde, gratulieren möchte, ist am heutigen Freitag bis 13 Uhr in das Hotel Pempel in Großalmerode eingeladen.

Von Hermann Nobel und Gudrun Skupio

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