„Es war ein großes Projekt“

Großalmeröderin Nora Islei spielt in ZDF-Serie „Westwall“ mit

Nora Islei in ihrer Rolle als Anni Jeschek in „Westwall“.
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Nora Islei in ihrer Rolle als Anni Jeschek in „Westwall“.

Nora Islei aus Großalmerode spielt in der ZDF-Serie „westwall“ mit, die am Samstag startet.

Großalmerode – Schauspiel oder Psychologie? Für Nora Islei aus Großalmerode ist das keine „Oder-Frage“. Die 22-Jährige aus Großalmerode studiert aktuell seit einem Jahr im schweizerischen Fribourg – und sie spielt eine Rolle in der sechsteiligen ZDF-Serie „Westwall“, die am Samstag, 27. November, Premiere feiert.

Ihre ersten Erfahrungen sammelte sie jedoch nicht vor der Kamera, sondern auf der Bühne. Nach ihrem Abitur ging Islei zuerst für ein Jahr nach Hamburg, um an der Stage School Musical zu studieren. „Ich habe gemerkt, Schauspiel macht mir am meisten Spaß“, am Musical-Genre sei sie jedoch nicht so stark interessiert. „Der Bühnen-Livestyle war nicht meins.“ Also kam ein ganz anderer Studiengang, nämlich Psychologie.

Bereits seit ihrer Zeit in Hamburg ist Islei in einer Schauspielagentur gemeldet, nahm immer wieder per Video an Castings teil. So auch für „Westwall“. „Ich habe ein selbstgedrehtes Video hingeschickt“, berichtet sie über die Zeit nach der Casting-Einladung. Danach wurde sie zum Live-Casting eingeladen, konnte jedoch nicht daran teilnehmen. Aber: „Die fanden mich so cool, dass ich die Rolle bekommen habe.“ In der Serie ist Islei als Anni Jeschek Teil einer Gang von Straßenkindern. Die Serie spielt in Köln, gedreht wurde im September und Oktober 2020 – genau zu Beginn ihres Studiums – in Krakau. „Aufregend“ war das, berichtet Islei. „Es war ein großes Projekt, normalerweise startet man kleiner.“ Geholfen habe ihr dabei, dass die Kollegen viel Erfahrung hatten. „Letztendlich war ich sehr zufrieden.“

Vor vier Wochen fand nun beim Kölner Filmfestival die Premiere von „Westwall“ statt – mit dabei: Nora Islei und sechs ihrer Freunde. Die ganze Crew der Straßenkinder war da und stand mit ihr auf dem roten Teppich, berichtet sie. „Es war schön, sie wiederzusehen, wir sind in den zwei Monaten Drehzeit zusammengewachsen.“ Für die Premierengäste gab es die ersten beiden Folgen zu sehen, die Darsteller wurden auf die Bühne geholt, danach folgte die Party. „Es war schon besonders für mich, dabei zu sein“, erinnert sich Islei.

Wie geht es für Nora Islei nun weiter? Sie wird ihr Studium fortsetzen. „Psychologie hilft für Schauspiel und Schauspiel für Psychologie. Bei Beidem versetzt man sich in Menschen und versucht, sie zu verstehen.“ Ihre Agentur unterstütze sie, beides zu machen. So habe sie ein festes Standbein, könne aber zum Schauspiel wechseln. Und: „Drehtage sind ein schöner Ausbruch aus dem Alltag“, sagt die 22-Jährige. (nde)

Mit Schauspielkollegen bei der Premiere in Köln.

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