„Das Kreuz ist schwerer als bisher“

Familie Scheerschmidt geht stellvertretend für die Gemeinde den Kreuzweg

Auf der Gelsterbrücke zwischen Trubenhausen und Uengsterode: Heike (von links), Armin, Kevin und Anne Scheerschmidt bringen das Kreuz nach Laudenbach. Foto: Nicole Demmer

Eigentlich ist es immer eine große Schar Gläubiger, die am Karfreitag von Trubenhausen über Uengsterode nach Laudenbach den Kreuzweg gehen.

In Zeiten des Coronavirus und dem damit einhergehenden Kontaktverbot war das in diesem Jahr nicht möglich. Um das Kreuz trotzdem durch die drei Orte des Kirchspiels zu tragen, entschloss sich das Pfarrer-Ehepaar Heike und Armin Scheerschmidt, dies gemeinsam mit ihren Kindern Kevin und Anne stellvertretend für die Gemeinde zu tun.

20 Jahre gebe es nun schon die Tradition, den Kreuzweg zu gehen, sagt Armin Scheerschmidt. Eine Tradition, die sich eingeprägt hat und auf die die Familie auch in diesem Jahr nicht verzichten wollte. Die Geste kam bei den Gemeindegliedern gut an: Bereits in Trubenhausen hätten einige schon auf dem Balkon gewartet und sie gegrüßt, so Heike Scheerschmidt.

Auch auf die üblichen Andachten in den Kirchen wurde in diesem Jahr verzichtet, die Altäre hatten die Kirchenvorstände im Vorfeld bereits abgedeckt. In den Kirchen gab es stattdessen diesmal ein kurzes Gebet der Familie Scheerschmidt und sie sangen einen Choral. Und auf der Zwischenstation in Uengsterode hatte der Kirchenvorstand Essen und Trinken für die Vier bereitgestellt, sodass sie sich gestärkt weiter auf den Weg nach Laudenbach machen konnten. Denn: „Das Kreuz ist schwerer als bisher“, so Heike Scheerschmidt. In Zeiten von Corona wohl in mehr als einer Hinsicht. 

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