Freibad in Großalmerode wird für 160.000 Euro saniert

Wird bis zur nächsten Saison saniert: Das Panoramabad erhält ein neues Dach samt Absorberanlage. Die Aufträge sollen noch in diesem Jahr vergeben werden, um bessere Preise zu erzielen. Archivfoto:  Röß

Rommerode. Das Panoramabad in Großalmerode bekommt ein neues Dach samt Absorberanlage. Das haben die Stadtverordneten unter anderem am Donnerstag bei ihrer Sitzung in Rommerode einstimmig beschlossen.

Als Gegenfinanzierung der außerplanmäßigen Ausgabe von 160.000 Euro stehen Mittel aus der ursprünglich geplanten, aufgrund zu hoher Anforderung jedoch verworfenen energetischen Sanierung des Hauses Bahnhofstraße 1 bereit. Ursprünglich war die Dachsanierung im Investitionsprogramm für 2017 mit 100.000 Euro, die neue Absorberanlage für 2018 mit 80.000 Euro vorgesehen.

Sowohl Dach als auch die vor knapp 20 Jahren installierte Absorberanlage weisen seit längerer Zeit Schäden auf: Bei der Anlage, die durch einen Marderbiss in Mitleidenschaft gezogen wurde, lösen sich laut Bürgermeister Andreas Nickel zudem Partikel in den Wasserschläuchen. Diese werden mangels eines Filters in das Becken geschwemmt und verursachen einen erhöhten Reinigungsaufwand. „Das Unwetter Ende Juni hat die bereits vorhandenen Schäden noch verstärkt“, sagte Nickel. Unter anderem sei durch Risse in den Dachplatten Wasser eingetreten, was die darunterliegende Holzkonstruktion beschädigt habe. „Der Schaden wurde der Versicherung gemeldet.“ Ob und inwieweit diese für die Instandsetzung aufkommt, ist noch unklar.

Sowohl SPD, als auch WG und CDU sprachen sich klar für das Schwimmbad und dessen Instandsetzung aus. Bei geplanten Investitionen von 1,4 Millionen Euro innerhalb der nächsten vier Jahre vermisse er allerdings ein deutliches „Ja“ der Stadtverordneten zum Panoramabad, sagte Volker Pforr, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Im Grunde wäre ein Beschluss notwendig, dass das Schwimmbad erhalten werden soll - auch, wenn dafür gegebenenfalls Grund- oder Gewerbesteuer erhöht werden muss“, sagte Nickel gestern auf Anfrage. Denn das Schwimmbad verursacht bei 100 Öffnungstagen jährlich ein Defizit zwischen 150.000 und 180.000 Euro. Erschwerend hinzu kommt, dass die Kommunalaufsicht ab dem kommenden Jahr keine unausgeglichenen Haushalte mehr genehmigt. Für Großalmerode bedeutet das, dass das Defizit im derzeitigen Haushalt von knapp 250.000 Euro entweder durch Senkung der Ausgaben oder durch Erhöhung der Einnahmen im nächsten Haushalt beseitigt sein muss.

Freibad-Saison verlängert

Angesichts des Defizits, welches das Panoramabad verursacht, sprach sich Nickel dann auch gegen den Antrag der WG-Fraktion aus, die Freibad-Saison zu verlängern. Die Sommerferien seien zu Ende, es sei mit nicht mehr als 100 Gästen täglich zu rechnen und mit dem Bäderverbund abgesprochen, die Saison Ende August auslaufen zu lassen. Mit 16 Stimmen dafür, zwei dagegen und neun Enthaltungen votierten die Stadtverordneten für eine Verlängerung um eine Woche. Bei Temperaturen von über 25 Grad soll die Verwaltung entscheiden, ob bis zum 18. September geöffnet bleibt.

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