Missionswerk Frohe Botschaft: Patenschaftsprojekte in Afrika

Der letzte Besuch des MFB in Afrika: Sylke Goebel (links) bei den Patenmädchen der Massai in Kenia, deren Patenschaften durch das MFB vermittelt wurden. Foto: privat

Großalmerode. Der Begriff „Mission“ bedeutet Sendung und bezeichnet die Verbreitung des christlichen Glaubens, die schon seit vielen Jahrhunderten betrieben wird.

Dass sich die Arbeitsweise der heutigen Missionare jedoch in vieler Hinsicht von der früher unterscheidet, macht die Arbeit des Missionswerkes Frohe Botschaft (MFB) deutlich. Denn heute pflegen die Mitarbeiter nicht nur den persönlichen Kontakt nach Afrika, sondern arbeiten vorrangig mit lokalen Partnerorganisationen zusammen.

Sylke Goebel arbeitet seit ihrem Abschluss an der Universität Kassel im Jahr 2001 beim MFB und vermittelt mit den Partnerorganisationen vor Ort Patenschaften zu Kindern in Kenia und Uganda. Das Projekt mit Waisenkindern in Kampala ist hierbei das größte des MFB und zählt nahezu 500 Kinder.

Patenschaftsprojekte in Uganda gibt es aber auch für Senioren, von denen zurzeit gut 120 unterstützt werden. Das Geld für die Kinder werde vorrangig in deren Schulbildung investiert, wohingegen es bei den Senioren hauptsächlich um die Lebensmittelsicherung und die medizinische Versorgung gehe, erklärt die 42-Jährige aus Hessisch Lichtenau.

Neben der Vermittlung von Patenschaften ist es aber auch das Anliegen der Projektleiterin und ihrer Kollegen, die Paten zu persönlichem Kontakt mit ihren Patenkindern oder -senioren zu ermutigen.

Über diese Patenschaften hinaus organisiert das MFB mit den Partnerorganisationen einmal im Jahr eine Freizeit für Kinder und Jugendliche zu verschiedenen Themen. Diese sollen das Miteinander fördern und den Kindern und Jugendlichen den christlichen Glauben näher bringen. Für die Senioren finden regelmäßig Seniorennachmittage und Treffen statt, bei denen auch zusammen gebetet wird.

Trotz einer moderneren Arbeitsweise lässt sich hieran erkennen, dass der christliche Gedanke nicht in den Hintergrund gerückt ist. „Wir wollen nicht nur materiell fördern, sondern auch, dass die Menschen Jesus kennenlernen“, sagt Goebel. Die heutige Arbeit eines Missionswerkes hat also noch insofern etwas mit dem alten Gedanken des „Missionierens“ zu tun, als das die Vermittlung des Glaubens immer noch im Zentrum der Bemühungen steht. Unterstützt wird die Arbeit des MFB nicht zuletzt von den einheimischen Christen der Partnerorganisationen, die den Menschen den christlichen Glauben vorleben.

Der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitern des MFB und den Paten in Ostafrika wird ebenfalls durch regelmäßige Besuche gefördert. Sylke Goebels letzte Reise führte sie Ende April wieder nach Afrika. Es war bereits ihr achter Besuch dort.

Von Jasmin Goldmann

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