Unterstützung durch Stadt

Fußballclub plant Kunstrasenplatz in Großalmerode

Anstelle des alten Tartanplatzes: Der Fußballclub Großalmerode plant den Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Sportplatz von Valentin-Traudt-Schule und Bilsteinschule. Zeichnung:  privat

Großalmerode. Die Großalmeröder Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung die Änderung des Investitionsprogramms beschlossen, die auch eine  – großzügig kalkulierte – Unterstützung des Fußballclubs (FC) in Höhe von 27.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes vorsieht.

120.000 Euro soll der Platz kosten, der FC rechnet mit 30.000 Euro Zuschuss vom Land sowie je zehn Prozent von Kreis und Stadt. Letztere übernimmt auch die 12.000 Euro für die Flutlichtanlage, nachdem sich der Kreis bereit erklärt hatte, zusätzlich eine einmalige Vorabzahlung von 30.000 Euro zu gewähren, wenn sich der FC verpflichtet, die Unterhaltung des Platzes für 25 Jahre zu übernehmen. Die Pflege besteht darin, alle zwei Wochen die Rasenstifte mit einem Besen aufzurichten und das Granulat einmal mit einer speziellen Maschine im Jahr zu reinigen. Nach zwölf bis 15 Jahren muss der Rasen erneuert werden. Da der Kunstrasen auf den Tartanplatz oberhalb der Großsporthalle an der Straße „Am Jonasbach“ aufgebracht werden soll, der von Bilstein- und Valentin-Traudt-Schule genutzt wird, wäre nämlich der Kreis als Schulträger unterhaltungspflichtig. Weitere 30.000 Euro will der Verein selbst aufbringen, dafür laufen bereits Gespräche mit Banken.

„Der Kunstrasenplatz soll ein Trainingsgelände für unsere Kleinsten werden“, sagt Jürgen Baumann, Erster Vorsitzender des FC. Ein großer Platz habe nie zur Debatte gestanden, da dafür zum einen kein Gelände ortsnah zur Verfügung stehe und zum anderen die Kosten zu hoch seien. Mit vielen Jugend-, Damen- und drei Seniorenmannschaften habe man inzwischen die Kapazitätsgrenzen erreicht. „Die Damen sind bereits nach Epterode ausgewichen.“

Während das 4000 Quadratmeter große Gelände oberhalb der Großsporthalle komplett mit Kunstrasen belegt werden soll, werde das Spielfeld – auf dem neben dem Training auch Serienspiele ab der D-Jugend ausgetragen werden können – nur die Hälfte der Fläche in Anspruch nehmen. „Es gibt Sorten, die von den Grasnarben her so sind, dass sie ähnliche Eigenschaften wie Tartan haben, darauf auch Läufe, Sprünge und andere Sportarten ausgeübt werden können, aber bei Nässe nicht so eine hohe Rutsch- und Verletzungsgefahr wie Tartan darstellen“, sagt Baumann, der sich für die tolle Kooperation bei Stadt, Kreis, den Schulen, dem Vorstand sowie beratenden Mitgliedern des FC bedankt. „Wir würden gern ab dem nächsten Sommer darauf trainieren können“, sagt Baumann auf die Frage nach dem Zeitpunkt der Fertigstellung. Da das Land aufgrund der bevorstehenden Wahl im kommenden Jahr jedoch einen Doppelhaushalt für 2018 und 2019 plant, stehe noch nicht fest, ob die 30.000 Euro bereits 2018 gezahlt werden.

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