Ganz knapp noch im Plus

Großalmerode rechnet mit einem Überschuss von 400 Euro

Auch in diesem Jahr weist der Großalmeröder Haushalt wieder einen Überschuss aus, allerdings nur ganz knapp mit 400 Euro.
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Auch in diesem Jahr weist der Großalmeröder Haushalt wieder einen Überschuss aus, allerdings nur ganz knapp mit 400 Euro.

Nur ganz knapp reicht es in diesem Jahr in Großalmerode für einen Überschuss im Haushalt. Lediglich 400 Euro ist man am Ende im Plus, doch es reicht, um die Auflage der Hessenkasse zu erfüllen.

Im vergangenen Jahr hatte man dank einer Erhöhung der Grundsteuer einen Überschuss von 184 400 Euro. In diesem Jahr bleiben Steuern und Gebühren unverändert.

Einnahmen

Im Ergebnishaushalt für 2021 stehen Einnahmen von rund 11,73 Millionen Euro Ausgaben von rund 11,6 Millionen Euro gegenüber.

Als Schlüsselzuweisung vom Land bekommt Großalmerode 3,26 Millionen Euro, muss aber gleichzeitig 4,13 Millionen Euro an den Kreis zahlen. „Zu viel“, meint Bürgermeister Finn Thomsen. In den vergangenen fünf Jahren musste Großalmerode durchschnittlich rund 3,84 Millionen Euro für Kreis- und Schulumlage ausgeben.

Als Einnahmen aus Gewerbesteuern werden wieder 1,25 Millionen Euro eingeplant, bei dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer rechnet man mit Erträgen in Höhe von 3,35 Millionen Euro.

Unter den Einnahmequellen der Stadt befinden sich auch die Parkgebühren. Da rechnet man standartmäßig mit Einnahmen von 10 000 Euro. Im vergangenen Jahr flossen diese auch in die Kasse der Gemeinde. Beim ruhenden Verkehr, also beim sogenannten Knöllchen, plant man wieder mit Einnahmen von 25 000 Euro. Beim fließenden Verkehr – Großalmerode betreibt fünf Blitzer – geht man von 30 000 Euro aus.

Mit diesen Zahlen plant Großalmerode für das Jahr 2021.

Investitionen

Für das Panoramabad sind ursprünglich Investitionen von 530 000 Euro und für den Unterhalt 278 100 Euro eingeplant worden. Die Stadtverordneten haben aber beschlossen, das Bad dieses Jahr nicht zu öffnen und das Geld für die Renovierung zu nutzen. Zudem wurden in früheren Haushalten bereits 3 Millionen Euro einkalkuliert, sodass mit dem Bau begonnen werden könnte, wenn alle Förderungen zugesagt sind und die Stadtverordneten das Geld dann freigeben.

Teuer wird voraussichtlich auch die Sanierung von Straßen: Für dieses Jahr vorgesehen sind die Instandsetzungen der Zeche Marie in Rommerode für 1,33 Millionen Euro und der Lindenstraße in Uengsterode für 565 000 Euro. Da aber im Moment die Pandemie keine Bürgerbeteiligung zulässt und es unsicher ist, wann die wieder möglich sein wird, geht man derzeit davon aus, dass dieses Jahr nur die Planung realisierbar sein wird.

Investitionen für die Feuerwehr sind mit 122 000 Euro eingeplant, davon 100 000 Euro für einen neuen Waschplatz an der Feuerwehr in Großalmerode. Da er auch für die Fahrzeuge des Bauhofes genutzt werden soll, werden die notwendigen Ausgaben zwischen den Kostenstellen für Feuerwehr und Technische Betriebe gesplittet.

Für den Anbau am Kindergarten in Laudenbach sind aufgrund von Kostensteigerungen im diesjährigen Haushalt erneut 100 000 Euro eingeplant. Im vergangenen Jahr wurden bereits 800 000 Euro veranschlagt. Bürgermeister Thomsen hofft, dass, wenn die Stadtverordneten zustimmen, im Sommer mit dem Anbau begonnen werden kann und er im Sommer 2022 dann fertig wird.

Für das Projekt Lebendige Zentren sind Gesamtkosten von 650 000 Euro im Haushalt eingeplant worden. Dafür erwartet man aber Zuschüsse in Höhe 485 000 Euro. Die Einwohner von Großalmerode sollen aktiv an der Gestaltung der Stadt mitarbeiten. Obwohl das pandemiebedingt aktuell nicht möglich ist, wird das Projekt dennoch im Haushalt eingeplant, damit es weitergehen kann, sobald die Corona-Pandemie es zulässt.

Schulden

Großalmerode hat für das Jahr 2021 einen Kreditbedarf von 2,31 Millionen Euro. Für Zinszahlungen wurden 290 300 Euro kalkuliert. Zum 31. Dezember 2020 hatte die Stadt einen Schuldenstand von 8,78 Millionen Euro. Bei 6500 Einwohnern entspricht das einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1350 Euro.

Für das Jahresende von 2021 wird ein Schuldenstand von 11,06 Millionen Euro prognostiziert, welcher tatsächlich aber geringer ausfallen wird, da nicht alle Projekte im Jahr 2021 umgesetzt werden.

(Evelyn Ludolph)

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