Gasexplosion in Grillhütte: Großalmeröder Feuerwehren übten den Ernstfall

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Die Verletzten waren zum Glück nur Dummys: Die Feuerwehren der Stadt Groß-almerode stellten beim Stadtfeuerwehrtag eine Rettungsübung nach. Mit Spritze und Atemschutzgerät drangen zwei Feuerwehrleute in die Grillhütte ein, um die Puppen aus der Grillhütte zu bergen.

Trubenhausen. Feuer bei einer Feier in Trubenhausen: In der Grillhütte am Tanzplatz hat es eine Gasexplosion gegeben - so lautete die Aufgabe einer Rettungsübung der Großalmeröder Feuerwehren beim Stadtfeuerwehrtag in Trubenhausen. Um 15 Uhr war ein Knall zu hören und kurz darauf sah man Rauchschwaden am Waldesrand oberhalb des Dorfes aufsteigen.

Nach dem Sirenenalarm rückten kurze Zeit später die ersten Feuerwehrleute an, um die Lage einzuschätzen und den Rettungseinsatz zu koordinieren. Da an der Freilichtbühne „Tanzplatz“ keine Wasserversorgung ist, musste das Wasser aus der etwa 600 Meter entfernt liegenden Gelster nach oben gepumpt werden.

Bis sämtliche Schläuche verlegt und Pumpen sowie Verbindungsstücke angeschlossen waren, versorgte ein Löschfahrzeug mit eingebautem 2500 Liter-Tank die Feuerwehrleute. Da noch „Gäste“ im Raum waren, gingen zunächst zwei Atemschutzgeräteträger mit Feuerwehrspritze hinein, um die Verletzten zu bergen.

Dabei koordinierten Dirk Friedrich und Karola Krüger vom Einsatzleitwagen die Aufgaben der Feuerwehrgruppen und überwachten per Funk auch den Druck der Atemschutzgeräte der Erstretter. „Bei allem Eifer ist es wichtig, dass wir uns nicht selbst gefährden, deshalb muss der Sprechkontakt mit den Atemschutztgeräteträgern immer vorhanden sein“, sagte Stadtbrandinspektor Dirk Junker, der mit dem Ablauf der realitätsnahen Übung sehr zufrieden war. „Bis wir das Gelsterwasser oben am Berg hatten, sind nur 14 Minuten vergangen.“

Bei Einsatz von lediglich einer Verstärkerpumpe auf halber Strecke war am Brandstellenlöschfahrzeug immer noch ein Druck von sechs Bar vorhanden, um mit 800 Liter Wasser pro Minute und mehreren Strahlrohren den Übungsbrand erfolgreich zu löschen und vier „Dummys“ zu retten. Unter Einsatz von 30 Feuerwehrleuten, vier Löschfahrzeugen und dem Einsatzleitwagen war die Übung nach 50 Minuten beendet. Mit einem Drucklüfter bliesen die Brandschützer das Gebäude wieder rauchfrei, sodass aus allen Öffnungen der Disconebel aus dem Gebäude wieder herausdrang.

Im Vorfeld der Übung hatten Junker und der erste Stadtrat der Stadt Großalmerode, Manfred Herrmann, den Feuerwehrleuten für ihre tatkräftige Unterstützung beim Aufbau der Zeltstadt für Flüchtlinge in Hessisch Lichtenau und beim Großbrand des Sägewerks Marbach in Großalmerode gedankt. „Es war eine sehr belastende Woche für die Feuerwehrleute und ihre Familien“, sagte Herrmann, der Verständnis zeigte, dass zur heutigen Übung nur vier von sieben Wehren erschienen waren.

Musikalisch stimmte der Musikzug der Feuerwehr Großalmerode mit flotten Rhythmen aus Schlager, Rock und Blasmusik die Feuerwehrleute auf den Stadtfeuerwehrtag ein, ehe sie am Abend mit einer Blaulichtparty und Discomusik den Tag ausklingen ließen. (znb)

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