Gedenken an Kriegsopfer

Gottesdienst zum Volkstrauertag in der Laudenbacher Friedhofskapelle

Die Abordnung der Reservistenkameradschaft Großalmerode mit Uwe Bauer (von links), Jens Gröning, Markus Ruhl, Walter Oetzel, Hans-Jürgen Böhnke und Horst Weinert mit dem Kranz der Vereine, Verbände und der evangelischen Kirchengemeinde am Ehrenmal in der Laudenbacher Friedhofshalle.
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Die Abordnung der Reservistenkameradschaft Großalmerode mit Uwe Bauer (von links), Jens Gröning, Markus Ruhl, Walter Oetzel, Hans-Jürgen Böhnke und Horst Weinert mit dem Kranz der Vereine, Verbände und der evangelischen Kirchengemeinde am Ehrenmal in der Laudenbacher Friedhofshalle.

In Laudenbach wurde am Sonntag der Toten gedacht.

Laudenbach – In der Laudenbacher Dorfkirche läuteten am Sonntagmorgen zwar die Glocken, der Gottesdienst mit Pfarrer Armin Scheerschmidt zu Ehren der Opfer von Gewalt und Krieg, Gewaltherrschaft, Terrorismus und Verfolgung in den beiden Weltkriege fand hingegen in der Friedhofskapelle des Lichtenauer Stadtteils statt.

Bürger, Vertreter der Vereine und Verbände, des Ortsbeirats sowie der Laudenbacher Kreistagsabgeordnete Dr. Uwe Heinemann verliehen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Eine Abordnung der Reservistenkameradschaft Großalmerode war traditionell in Uniform erschienen. Der Vorsitzende Hans-Jürgen Böhnke machte in seiner Ansprache deutlich, dass auch der Kinder, Frauen und Männer aller Völker gedacht werde, die Opfer von Gewalt und Krieg wurden.

In seiner Aufzählung vergaß er unter anderem auch nicht die Flüchtlinge und Vertriebenen, die ihr Leben verloren ebenso wenig wie die Verfolgten, nur weil sie einem anderen Volk angehörten, die Widerstandskämpfer, die getöteten Bundeswehrsoldaten und Einsatzkräfte bei ihren Einsätzen in Afghanistan und Mali sowie die Opfer von Hass und Gewalt. Böhnkes abschließender Gedanke galt der Versöhnung zwischen den Menschen und Völkern auf der ganzen Welt. Dr. Uwe Heinemann erinnerte an die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, das von Krieg geprägt war. Unzählige ahnungslose Männer seien durch den Einsatz von Flugzeugen auf den Schlachtfeldern und in den Schützengräben zu Kanonenfutter geworden, allein aus Laudenbach 50 Männer. Als Mahnmale befinden sich zwei Bronzetafeln mit den Namen der Gefallenen im Eingangsbereich der Friedhofshalle.

„Ich hatt‘ einen Kameraden“ wurde vom Band eingespielt, bevor Vereine, Verbände, die Kirchengemeinde, der Ortsbeirat und die Stadt ihre Kränze niederlegten. Höhepunkt war das Lied, gespielt auf dem Vorplatz der Halle von zwei Trompetern der „Großalmeröder Töne“.  zlr

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