Bedenken um Trinkwasser

Parlament gegen Zufahrt zum geplanten Windpark „Hausfirste“

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Windpark: Während am Rohrberg bei Hirschhagen schon die Bauarbeiten laufen, hoffen die Großalmeröder, die Anlagen im Bereich Hausfirste noch verhindern zu können.

Großalmerode. Die Stadt Großalmerode lehnt den Wunsch des Energieversorgungsunternehmens HSE aus Darmstadt ab, den Weg zum Windpark Hausfirste zu verbreitern.

Der Windpark ist im Forstgutsbezirk Kaufunger Wald geplant, Forstwege sollen verbreitert und stärker befestigt werden. Das Stadtparlament lehnte in seiner jüngsten Sitzung den Zuwendungsantrag ab. Die Stellungnahme wird dem Regierungspräsidenten (RP) mitgeteilt.

Die Stadt äußert insbesondere Bedenken wegen der Gefährdung von Trink- und Grundwasser. Durch den angenommenen umfangreichen Baustellenverkehr durch Wasserschutzgebiete und mögliche Unfälle im Quelleinzugsbereich könnte die Wasserversorgung von Großalmerode erheblich und auf Dauer gestört werden.

Die Bedenken seien bereits zweimal vorgetragen worden, äußert Bürgermeister Andreas Nickel (SPD) in dem Schreiben an den RP zugleich Unverständnis darüber, dass den Hinweisen im Genehmigungsverfahren bislang noch nicht nachgegangen worden sei.

Zudem wird in der Stellungnahme bemängelt, dass im Antrag nicht erwähnt wird, dass für das Umsetzen der Pläne auch Grundstücksflächen der Stadt benötigt werden. Mit der Stadt sei auch noch keine Einigung über eine notwendige Gestattung erzielt worden.

Außer einer Nein-Stimme und einer Enthaltung votierten alle Stadtverordneten für diese Ablehnung.

Zum Wasserschutz beim Windpark-Projekt der Stadtwerke Union Nordhessen (Sun) auf dem Kreuzstein, wovon die Flächen der Stadt nur gering betroffen seien, will Großalmerode noch Stellung nehmen, wenn die Öffentlichkeit - voraussichtlich ab Oktober - am Verfahren beteiligt wird. Vorher will die Stadt keine fachliche Bewertung abgeben, war sich das Parlament einig. (sff)

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