Heller und günstiger

Großalmerode hat Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt

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Der Vergleich: Links die HQL-Beleuchtung (Hochdruck-Quecksilberdampflampe) verbraucht 125 Watt, die LED-Beleuchtung nur 35 beziehungsweise 55 Watt.

Großalmerode. Mit der Umstellung begonnen hatte die Stadt bereits 2015. Dass sich der Wechsel lohnt, habe man bereits 2017 gemerkt.

Die Stadt Großalmerode hat inzwischen alle Straßenlaternen auf LED-Technik umgestellt. Das berichtet der Leiter der technischen Betriebe, Vitali Bauer: „Die Großalmeröder haben jetzt eine bessere Straßenbeleuchtung, denn das LED-Licht ist deutlich heller.“ Und das Beste: Die Umstellung ist auf lange Sicht sogar günstiger, weil die neuen Leuchtpunkte energiesparender sind als die alten.

Angefangen hat die Stadt 2015 mit der Umstellung von 350 Straßenlaternen, 2016 waren es fast 500 und 2017 noch einmal rund 200. „Die Investitionen haben sich rentiert, das haben wir schon 2017 gemerkt“, sagt Bauer. 2013 lagen die Energiekosten noch bei rund 93 000 Euro für die Großalmeröder Straßenbeleuchtung. 2015 waren es 73 000 Euro, 2016 nur noch 49 000 Euro und im vergangenen Jahr 38 000 Euro. Für 2018 rechnen die technischen Betriebe mit Energiekosten in Höhe von 34 000 Euro – eine deutliche Einsparung gegenüber 2013. „Bereits im ersten Vierteljahr der Umstellung hatten wir Erparnisse, mit denen vorher gar nicht gerechnet wurde“, fügt Bauer hinzu. Die Umstellung auf LED war allerdings erst einmal mit Kosten verbunden, und zwar aufgrund des Material-, Personal- und Geräteaufwandes des Bauhofs. 2015 wurden dafür rund 36.000 Euro ausgegeben, 2016 rund 45 000 Euro und 2017 noch einmal 15.000 Euro. Doch dieser Aufwand soll sich in den kommenden Jahren rentieren. „Wir haben die Umstellung aus eigener Kraft gemacht und keine Fremdleistungen in Anspruch genommen“, berichtet Bauer.

50.000 Stunden mehr Laufzeit

Jetzt, wo alles ausgetauscht ist, lägen die Betriebslaufzeiten der LED-Lichtpunkte bei 50.000 Stunden und mehr. Das spare Personalaufwand und somit Kosten. 1049 von 1178 Lichtpunkten sind der Stadt zufolge umgestellt – das entspricht 89 Prozent der Straßenbeleuchtung.

Die restlichen elf Prozent verbrauchen laut Bauer sowieso schon weniger als 50 Watt: „Sie werden dann ausgetauscht, wenn sie kaputt gehen.“ Zuerst habe das Bauamt mit den größten Energiefressern angefangen, also den Laternen, die 125 Watt verbraucht haben.

Dann folgten die mit 80 und 70 Watt. Die neue LED-Beleuchtung verbraucht nur zwischen 14 und 35 Watt. Über zehn Jahre erwarte die Stadt Einsparungen von rund 335 000 Euro, bereits abzüglich des Investitionsaufwandes.

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