Großalmerode: Dorfentwicklung 2021

Förderprogramm macht Kindergartenanbau für Großalmerode möglich

Der Kindergarten in Rommerode soll für 1,9 Millionen Euro erweitert werden. Allerdings hat Großalmerode noch keine Förderzusage vom Land Hessen. 
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Der Kindergarten in Rommerode könnte mit dem Dorfentwicklungsprogramm 2021 einen Anbau bekommen. 

Großalmerode ist in das Dorfentwicklungsprogramm 2021 aufgenommen worden. „Nun ergibt sich die Chance für Projekte, die unsere Stadtteile stärken“, sagt Bürgermeister Finn Thomsen.

Großalmerode – Wie das Hessische Umweltministerium bekannt gibt, gehört die Stadt zu 12 von 15 Kommunen, die es in das Förderprogramm geschafft haben.

Von dem Geld könne Großalmerode laut dem Hessischen Umweltministerium zum Beispiel Ortskerne sanieren oder neubauen, Einkaufsmöglichkeiten, kulturelle und soziale Angebote sowie Treffpunkte für Ortsgemeinschaften schaffen und Plätze gestalten. Großalmerode habe bereits Projektideen entwickelt, so Thomsen. „So ist geplant den Anbau an den Kindergarten Rommerode über die Dorfentwicklung fördern zu lassen“, sagt er.

„Ebenso greifen wir Anregungen von Eltern und dem Familienbeirat auf, die Spielplätze zu modernisieren.“ Themenspielplätze könnten die bisherigen Spielplätze ersetzen und den Kindern zum Beispiel die Feuerwehr, Bauernhöfe und den Bergbau näherbringen. Zudem soll etwas gegen den Leerstand in den Stadtteilen getan werden, insbesondere was Schrottimmobilien angeht.

Dabei gibt es jedoch eine Schwierigkeit: In der Förderphase dürfen keine Baugebiete ausgewiesen werden, die verhindern, dass Leerstand nicht beseitigt wird, weil die Neubaugebiete gefragter sind als vorhandene Immobilien.

Finn Thomsen, Bürgermeister in Großalmerode.

„Bei der Antragstellung haben wir darauf geachtet, dass uns die Ausweisung der Baugebiete in Laudenbach an der Straße Auf dem Kronsbach und in Großalmerode an der Mühlenstraße erlaubt wird“, sagt Thomsen. „Wir gehen daher davon aus, dass die Ausweisung der Baugebiete zulässig ist.“

Großalmerode müsse nun zunächst ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) mit Analyse der Ausgangslage, Strategie und Planung für die nächsten Jahre erstellen.

„Das dauert 18 Monate“, sagt Thomsen. Großalmeröder könnten sich bei Informationsveranstaltungen und Workshops beteiligen. Zurzeit stünden aber noch keine Termine fest, da die Ausschreibung für ein Planungsbüro noch ausstehe. Über die Ideen entscheide schließlich die Stadtverordnetenversammlung.

„Nach der Genehmigung des Ikek durch das Umweltministerium werden die Vorhaben dann angegangen“, so Thomsen. Das werde 2023 sein. In der folgenden sechsjährigen Förderphase sollen die Projekte bis Ende 2028 verwirklicht werden.

„Schon jetzt können Besitzer von Kulturdenkmälern eine Förderung von bis zu 35 Prozent in Anspruch nehmen“, so Thomsen. Für Gebäude, die nicht als Kulturdenkmal anerkannt seien, sei ein Antrag nach Erstellung des Ikeks möglich, da erst dann die Abgrenzung des Fördergebiets festgelegt werde.

Informationen gibt es unter zu.hna.de/ikek0721 oder bei Barbara Eickhoff, Tel. 0 56 51/30 25 64 05, E-Mail: barbara. eickhoff@werra-meissner-kreis.de. (Von Fabian Becker)

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