Großalmerode: Neuer Belag auf den Straßen

100.000 Euro fließen in Großalmerode in Sanierungsarbeiten

Kanaldeckel müssen noch in der Höhe angepasst werden: Vitali Bauer, Leiter der technischen Betriebe in Großalmerode und Bürgermeister Finn Thomsen an der Friedhofstraße – sie ist eine von zehn Straßen, die saniert wurde.
+
Kanaldeckel müssen noch in der Höhe angepasst werden: Vitali Bauer, Leiter der technischen Betriebe in Großalmerode und Bürgermeister Finn Thomsen an der Friedhofstraße – sie ist eine von zehn Straßen, die saniert wurde.

100.000 Euro sind in den vergangenen Wochen in die Sanierung mehrerer Straßen, sowohl in der Stadt Großalmerode, als auch in den Ortsteilen geflossen.

Großalmerode – Das teilten Bürgermeister Finn Thomsen und Vitali Bauer, Leiter der technischen Betriebe in Großalmerode, jetzt bei einem Termin vor Ort mit.

Die Oberflächen der Straßen wurden im sogenannten Deckschichtverfahren saniert. „Das ist ein Verfahren in Kaltbauweise, was bedeutet, dass kein Heißasphalt aufgebaut wird, wie man es üblicherweise kennt“, erklärt Vitali Bauer. Stattdessen wird eine bitumenhaltige Schicht, vermischt mit Splitt dünn auf die zu sanierenden Straßen aufgetragen. „Eine kostengünstigere und wirtschaftlichere Alternative“, so Bauer weiter. Dieses Verfahren würde nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen.

Etwa ein bis zwei Tage hätten die Arbeiten pro 1000 Quadtartmeter, durchschnittlich die Fläche einer Straße, gedauert, erklärt Vitali Bauer. Zur Haltbarkeit sagt Bauer: „Erfahrungswerte zeigen, dass Straßen mindestens zehn Jahre und länger durchhalten.“ Der Straßenbelag sei gut für viel Verkehr geeignet.

Ursprünglich sollten die Sanierungsarbeiten schon im vergangenen Jahr stattfinden, so Finn Thomsen. Wetterbedingt hätten sie allerdings verschoben werden müssen, zuerst auf Anfang dieses Jahres und zuletzt auf Mitte Juni. „Es handelt sich um lebensverlängernde, also um Unterhaltungsmaßnahmen, so Thomsen weiter, die durch Steuern finanziert werden. „Anlieger müssen keine Bescheide befürchten“, sagt der Bürgermeister.

Das Verfahren könne nicht bei jeder Straße angewandt werden, erklärt Bauer, Voraussetzung sei, dass Kanal- und Wasserleitungen sowie der Unterbau intakt seien. Mit den Sanierungsarbeiten wurden Schlaglöcher geschlossen und versiegelt. Noch heben sich die frisch sanierten Abschnitte farblich vom Rest der Straßen ab, das wird sich aber spätestens in einem Jahr angepasst haben, so Bauer.

Bis Mitte August sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein, momentan müssen an einigen Stellen noch Wasser- und Kanaldecke an die Höhe der neuen Fahrbahn angepasst werden. Finn Thomsen weißt darauf hin, dass in den kommenden Monaten leichte Risse in der Straßenoberfläche entstehen können: „Das passiert, wenn sich die Oberfläche an den Untergrund anpasst.

Grund zur Sorge bestehe aber nicht, daraus würden keine neuen Schlaglöcher entstehen, versichert der Bürgermeister. Bereits 2018 habe man die Dornbergstraße in Laudenbach in dieser Bauweise saniert und sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Folgende Straßen wurden im Rahmen der aktuellen Maßnahme saniert:

  •  In Epterode -– Am Bühlchen, Hinter den Höfen, Müllerweg und Am Kalkrain
  •  In Rommerode – Schulstraße
  •  In der Kernstadt – Quellweg, Bornhof, Friedhofstraße, Jonasbach und Adolf-Häger-Straße

(Von Wiebke Huck)

Sie wollen mehr aus der Region erfahren? Dann testen Sie das ePaper der HNA zwei Wochen gratis. Sie sind eher an Neuigkeiten aus dem Raum Eschwege interessiert? Dann können Sie das ePaper-Angebot der Werra-Rundschau ebenfalls kostenlos testen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.