Großalmerode: „Die Stadt des guten Tons“

Großalmerode will mit seinem Bodenschatz den Tourismus ankurbeln

Stellten das neue Tourismuskonzept für Großalmerode vor: Kreis-Tourismusdezernent Dr. Rainer Wallmann (von links), Frau-Holle-Land-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi, Bürgermeister Finn Thomsen, Stadtmitarbeiterin für Tourismus- und Kulturaufgaben Gundula Klinge sowie Claudia Krabbes und Charlotte Graulich, Mitarbeiterinnen des Frau-Holle-Landes, vor der Bürger-Information, die wieder eine Tourist-Information werden soll.
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Stellten das neue Tourismuskonzept für Großalmerode vor: Kreis-Tourismusdezernent Dr. Rainer Wallmann (von links), Frau-Holle-Land-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi, Bürgermeister Finn Thomsen, Stadtmitarbeiterin für Tourismus- und Kulturaufgaben Gundula Klinge sowie Claudia Krabbes und Charlotte Graulich, Mitarbeiterinnen des Frau-Holle-Landes, vor der Bürger-Information, die wieder eine Tourist-Information werden soll.

Mehr Gäste, die länger bleiben: Das ist das Ziel des Tourismuskonzepts für Großalmerode. Wegen Corona verzögerte sich die Veröffentlichung um ein Jahr.

Großalmerode – Es wurde von Vertretern des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, Bürgermeister Finn Thomsen und Kreis-Tourismusdezernent Dr. Rainer Wallmann nun vorgestellt.

Großalmerode: Die Zielgruppen

Das Konzept hat drei Gruppen ausgemacht, für die Großalmerode besonders viel zu bieten habe: Die Natur-Genießer halten sich gern draußen auf. Unternehmungslustige Familien finden Gefallen an Sehenswürdigkeiten und Aktionen in der Natur. Und Kulturorientierte besuchen Sehenswürdigkeiten, Museen und Ausstellungen.

Großalmerode: Die Tourismusakteure

Gaststättenbetreiber und Anbieter touristischer Angebote wie der Hortensien-Park, der Geschichtsverein und der Gewerbeverein sollen besser zusammenarbeiten. Es soll dazu einen Tourismus-Stammtisch geben. Zudem ist ein einheitliches Auftreten geplant, zum Beispiel durch eine häufigere Verwendung des Großalmeröder Logos. Auch die Zugehörigkeit zur Stadt soll so sichtbarer werden. Ein Rundbrief, der laut Thomsen mindestens einmal im Jahr erscheinen soll, soll alle Tourismusakteure auf aktuelle Angebote aufmerksam machen, damit sie sich gegenseitig bewerben können. Fernerist eine gemeinsame Internetseite für Buchungen denkbar.

Großalmerode: Die Besonderheit

Das Alleinstellungsmerkmal der alten Ton- und Bergstadt von Großalmerode ist der Ton. Das soll künftig stärker herausgestellt werden. An vielen öffentlichen Plätzen sind Kunstwerke mit Bezug zu Keramik mit Informationstafeln denkbar, zum Beispiel große Tontöpfe.

Ein weiterer Vorteil von Ton: Das Wort ist doppeldeutig. Es kann auch im Sinn von Klang verstanden werden. Werke mit Bezug zu Musik wie Klangspiele aus Ton werden dadurch möglich. Das Ziel: „Großalmerode, die Stadt des guten Tons“, so formulierte es Mitarbeiterin Charlotte Graulich vom Geo-Naturpark.

Großalmerode: Regionale Einbindung

Touristen in Großalmerode sollen nicht nur mit der Stadt selbst, sondern auch mit der Region angelockt werden. Das könne zum Beispiel mit stärkerer Einbindung in den Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und die Grimmheimat geschehen. Dazu dienen sollen unter anderem eine Internetseite auf der Homepage des Frau-Holle-Landes, die Geo-Naturpark-App, ein Online-Veranstaltungskalender und die Meincardplus. Großalmerode werde dann mehr beworben und eher mit Suchmaschinen – vor allem mit Google – gefunden.

Großalmerode: Neue Ausflugsziele

Doch nicht nur Bestehendes soll besser vermarktet werden. Es könnte auch neue Ausflugsziele in Großalmerode geben, zum Beispiel ein Panoramawanderweg bei Rommerode vorbei am Exbergsee. Auch der Fahrrad-Tourismus soll verstärkt werden. Dabei helfen könnten Fahrradbügel, E-Bike-Ladestationen und Verleihstationen. Auch ein Ausbau des Kulturangebots steht im Raum, zum Beispiel durch Töpferkurse und die Aufwertung historischer Gebäude.

Großalmerode: Die Souvenirs

Wer in Urlaub fährt, bringt oft auch etwas mit. Aus Großalmerode könnten das zum Beispiel Tontiegel und Hortensien sein. Ansonsten sind viele Souvenirs kulinarisch, darunter Frau-Holle-Mohn, Witzenhäuser Kirschen und Lamm von Holles Schaf.

Großalmerode: Die neue Tourist-Info

Was heute eine Bürger-Information ist, war bis vor einigen Jahren noch eine Tourist-Information. Aus finanziellen Gründen entschieden sich die Großalmeröder Stadtverordneten 2015 für diese Veränderung. Nun soll die Bürger-Information wieder eine Tourist-Information werden. Dafür braucht es mehr Personal, was mit höheren Kosten verbunden ist. Zudem müssen die Stadtverordneten zustimmen, daher sollen sie in den kommenden Sitzungen darüber beraten. (Von Fabian Becker)

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