Großalmerode: Kindergarten bleibt stehen

Stadtverordnete von Großalmerode stimmen mehrheitlich gegen Flachdachkindergarten-Abriss

Er wird für künftigen Platzbedarf vorgehalten: CDU und WG stimmen mehrheitlich für den Erhalt des Flachdachkindergartens in Großalmerode.
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Er wird für künftigen Platzbedarf vorgehalten: CDU und WG stimmen mehrheitlich für den Erhalt des Flachdachkindergartens in Großalmerode.

Der Flachdachkindergarten ist wohl das politische Reizthema in Großalmerode. Waren sich die Stadtverordneten ansonsten weitgehend einig, lagen zu dem Kindergarten zwei Anträge vor.

Großalmerode – Am Ende setzten sich CDU und Wählergemeinschaft (WG) durch mit dem Ergebnis, dass das Gebäude stehen bleibt.

Großalmerode: Flachdachkindergarten

Bürgermeister Finn Thomsen sah keine wirtschaftliche Verwendung mehr für das Gebäude. Auch die SPD-Fraktion war dafür, die aktuelle Förderung für den Abriss zu nutzen: Von 136 000 Euro Kosten müsste die Stadt 40 000 Euro selbst zahlen. Hinzu kämen 6000 Euro jährliche Betriebskosten. Oliver Bolte von der SPD sagt: „Es gibt kein Konzept dafür, wie der Kindergarten künftig genutzt werden soll.“ Dort könnten stattdessen Parkplätze und Rasen entstehen.

Doch dass der Antrag für den Abriss nicht angenommen werden würde, zeichnete sich schon in der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses ab. Von neun Mitgliedern stimmten fünf dagegen, vier enthielten sich. Uwe Range von der WG begründete: „Wir wollen jetzt nicht leichtfertig abreißen, was wir vielleicht noch für künftigen Bedarf brauchen können.“ Am Ende stimmten WG und CDU mit Ausnahme von Frank Fiedler für den Erhalt des Kindergartengebäudes. Dieser stimmte mit der SPD-Fraktion für den Abriss.

Großalmerode: Die Südstadt

Zudem wurde in der Sitzung das Fördergebiet Großalmerode Südstadt einstimmig beschlossen. Grund ist das Stadtumbauprogramm Lebendige Zentren (HNA berichtete). Nun soll das Planungsbüro AKP aus Kassel ein Stadtentwicklungskonzept erarbeiten, an dem sich die Bürger beteiligen können – zunächst am Montag, 6. September, ab 19 Uhr und am Montag, 27. September, ab 18.30 Uhr im Rathaussaal.

Großalmerode: Der Friedhof

Die Pflege des Rasens, die Beseitigung des Abfalls, Urnenbeisetzungen und Grababräumungen wird die Stadt künftig selbst übernehmen. Das beschlossen die Stadtverordneten einstimmig. Dazu soll der Stellenplan der Stadt ab kommendem Jahr erweitert werden. „Wir haben dann den Friedhof durch den Bauhof wieder in eigener Hand“, sagt Thomsen. Ergänzt werden soll die Friedhofsarbeit zusätzlich durch Ehrenamtliche. „Nur Erdbeisetzungen müssen wir dann noch an andere vergeben.“

Großalmerode: Die Stadtentwicklung

Die Stadt- und Dorfentwicklung in Großalmerode hat künftig auch das Ziel, ungenutzte Gebäude und Flächen zu vermindern. Das beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich. Die einzige Gegenstimme kam von Vincent Koch von der WG-Fraktion, zudem gab es eine Enthaltung. (Von Fabian Becker)

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