Einstimmige Resolution

Stadtverordnetenversammlung Großalmerode verlangt kostenloses Schülerticket für Jugendliche

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Kostenloses Schülerticket: Nach Ansicht der Stadtverordnetenversammlung Großalmerode sollen Kinder künftig prinzipiell kostenfrei zur Schule fahren dürfen.

Hessische Landesregierung soll allen Schülern und Auszubildenden das Schülerticket zur Verfügung stellen verlangt die Stadtverordnetenversammlung Großalmerode

Einstimmig folgten die Stadtverordneten damit dem Antrag des Jugendparlaments.

Weil Grundschülern die mindestens zwei Kilometer von ihrer Schule und Schülern ab dem fünften Schuljahr, deren Schule drei Kilometer und weiter entfernt liegt, das 365 Euro teure Schülerticket vollständig erstattet bekommen, sieht das Jugendparlament eine Reihe von Ungerechtigkeiten, heißt es in der Begründung.

Dazu gehöre, wie stellvertretender Vorsitzender Maximilian Busch den Stadtverordneten erläuterte, die Nutzung des Schülertickets auch für private Fahrten am Wochenende und in den Ferien ebenso wie der Einsatz bei Schulausflügen. 

Mehr Chancen- und Bildungsgleichheit 

Und weil das Schülerticket auch trotz eines vergleichsweise günstigen Jahrespreises für manche doch ein finanzielles Problem darstelle, könnte die Freistellung für alle auch ein Beitrag zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit leisten, so Busch. Der Zugang zu Bildung, sagte er, „muss unabhängig vom Geldbeutel der Eltern sein. Überdies rief er dazu auf, den Öffentlichen Personennahverkehr so attraktiv zu machen, dass mehr aufs Auto verzichtet werden könne.

Dem könne er nur beipflichten, unterstrich für die Wählergemeinschaft Alexander Meywirth Forderung und Argumentation des Jugendparlaments. Die Resolution sei hervorragend ausgearbeitet, lobte für die CDU-Fraktion Volker Pforr und drückte die Hoffnung aus, dass die Entschließung in Wiesbaden auf offene Ohren trifft. Und für die SPD dankte Steffen Prauß dem Jugendparlament, dass es der Jugend eine Stimme gebe.

Auch Bürgermeister kritisiert das Land Hessen 

Nur aufgrund des Wohnortes, kommentierte auch Bürgermeister Finn Thomsen die Schülerticket-Regelung in Hessen kritisch, sei bei den Schülern eine Zweiklassen-Gesellschaft gefördert worden.

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