Hohe Zahl der Siege

Titelfestival des Ehepaars Maczka

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Geballte Kraft: Ein weiteres Mal bringt der siebenfache Weltmeister Mieczyslaw Maczka das schwere Gewicht zur Hochstrecke.

Im Sport sind Rekorde in manchen Bereichen kaum noch zu überbieten, doch für das Ehepaar Brigitte und Mieczyslaw Maczka aus Großalmerode gelten diese Gegebenheiten offenbar nicht.

Unter insgesamt 900 Kraftsportlern und Kraftsportlerinnen aus 34 Nationen waren die Maczkas bei den Weltmeisterschaften im slowakischen Nove Zamki nördlich von Bratislava dabei und sorgten wieder einmal für eine Reihe zuvor kaum erwarteter, spektakulärer Taten.

„Nach den tollen Leistungen im vergangenen Jahr habe ich nicht mehr mit einer Steigerung gerechnet, doch dies war die Krönung,“, sagte Mieczyslaw Maczka nach den achttägigen Wettkämpfen.

Drei Weltrekorde im Kreuzheben

Trainer, Ratgeber und Fan zugleich war der 65-Jährige als seine Ehefrau in der Mastersklasse 65+ bis 67,5 Kilogramm praktisch über sich hinauswuchs und in den verschiedenen Disziplinen vier Mal Weltmeisterin wurde.

Das war Brigitte Maczka offenbar noch nicht genug. Im Kreuzheben stellte sie noch drei Weltrekorde auf und setzte sich bei ihrem dritten Versuch sogar über den Rat des Ehemanns hinweg. „Ich hatte dem Kampfgericht die Auflage von 100 Kilogramm signalisiert, die sie auf 102,5 Kilogramm korrigiert hat. Meine Frau war vor diesem Versuch wie in einem Tunnel und hat es auch geschafft“, schmunzelt Mieczyslaw Maczka noch im Nachhinein.

Hoch konzentriert: Regelrecht in einem Tunnel war Brigitte Maczka bei ihren Versuchen.

Weltmeister-Titel gesichert

Vorher schon hatte der Großalmeröder seine Konkurrenten bei den eigenen Wettkämpfen in den insgesamt acht Disziplinen geschockt. Weil er mit 83,2 Kilogramm 700 Gramm zu schwer für einen Start in seiner geplanten Gewichtsklasse war, startete Maczka in der Konkurrenz 65+ bis 90 Kilogramm und siegte auch bei den noch stärkeren Männern. „Die Kräfte hatte ich mir gut eingeteilt und speziell der Kraftdreikampf war dann wirklich etwas ganz Besonderes“, erinnert sich der Tonstädter mit einem stolzen Gefühl.

155 Kilogramm brachte er im Kniebeugen zur Hochstrecke, 120 Kilogramm waren es im Bankdrücken und dann nochmals mächtige 160 Kilogramm im Kreuzheben.

Klar, dass die anderen Athleten angesichts der geballten Stärke nur staunen konnte. Insgesamt 435 Kilogramm bedeuteten den souveränen Sieg und den WM-Titel im Paradewettkampf.

Trotz der intensiven Vorbereitung und Schinderei bei den Wettkämpfen wird Maczka das slowakische Städtchen mit seinen 38.000 Einwohnern nicht so schnell vergessen. „Es waren erfolgreiche Tage mit insgesamt sieben gewonnenen Titeln von mir in den verschiedenen Konkurrenzen in Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben“. Die hohe Zahl der Siege erklärt sich, weil Maczka sowohl in den Wettkämpfen ohne Equipment als auch in denen mit spezieller Ausrüstung dominierte. 

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