Andreas Nickel

Bürgermeister tritt nicht mehr an: Großalmerode sucht Kandidaten

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Wechsel: Wer Nickels Nachfolge im Rathaus antreten wird, entscheidet sich vermutlich am 24. September.

Großalmerode. Bürgermeister Andreas Nickel tritt bei der Wahl nicht mehr an. Die Parteien loten aus, wer sich zur Wahl stellen könnte.

„Ich habe immer wieder versucht, hinzukriegen, dass mein Privatleben nicht ganz so leidet“, begründet Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel (SPD) seine Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren.

Wenn man sein Amt mit einer gewissen Verantwortlichkeit ausfüllen wolle, habe man wenig Zeit für andere Dinge, wie er in seinen nunmehr 17 Jahren als Bürgermeister gelernt habe.

Andreas Nickel

„Nicht nur die Wähler, sondern auch der Amtsinhaber kann sich alle sechs Jahre überlegen, wie es weitergehen soll“, sagt Nickel. Daher sei 2016 in ihm die Entscheidung gereift, bei der nächsten Bürgermeisterwahl - voraussichtlich am 24. September - nicht erneut anzutreten.

Diese Entscheidung habe nichts mit den geänderten Mehrheitsverhältnissen im Stadtparlament zu tun, sagte Nickel. „Es ist eine unheimlich interessante und attraktive Tätigkeit, was die Bandbreite und die Möglichkeiten betrifft - das verändert sich nicht durch eine andere Parteienlandschaft im Parlament.“ Generell habe Nickel auch keine ganz große Wende in der Politik Großalmerodes beobachten können.

Im Einzelfall wie beispielsweise bei der Gestaltung des Marktplatzes habe es Änderungswünsche gegeben, aber bezüglich des Haushalts sei das Parlament nicht viel vom Verwaltungsentwurf abgewichen. Fakt sei jedoch, dass der Zeitaufwand durch mehr Beratung und längere Sitzungen noch zugenommen habe.

Was der 53-Jährige nach Ende seiner Amtszeit im Sommer 2018 machen will, darüber hat sich Nickel noch keine Gedanken gemacht. „Ich würde gern ein paar Monate reisen, meinen Freiraum genießen und Kräfte sammeln und dann etwas Neues ausprobieren.“ Für den Wahltermin am 24. September - gemeinsam mit Bundestags- und Landratswahl - hat Nickel von allen Parteien ein „informelles Go“, beschlossen werden soll er von den Stadtverordneten im Juni.

Volker Pforr

„Ende des Monats werden wir wissen, ob wir einen Kandidaten aufstellen oder uns auf einengemeinsamen Kandidaten mit einer anderen Partei einigen“, sagte Volker Pforr, Fraktionsvorsitzender der CDU, auf Anfrage. Bis dahin werde man viele Gespräche führen. Ähnlich sieht es bei der Wählergemeinschaft aus, die bis Ende des Monats eine konkretere Aussage treffen will, wie Fraktionsvorsitzender Uwe Range auf Anfrage mitteilte.

Bei der SPD will man in Kürze eine Findungskommission erstellen und sondieren. Bezüglich eines Kandidaten sei man offen. „Wir werden sowohl intern als auch auswärts gucken“, sagte Magnus Alt auf Anfrage. Man sei sich bewusst, dass es bis September nicht mehr lange hin sei, wolle sich aber nicht hetzen und Qualität vor Schnelligkeit walten lassen.

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