Juniorwahl in der Schule

Großalmerodes Schüler haben schon gewählt

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Wahlhelfer: Gian-Luca Heck (von links), Luca Jäger, Philo Bölling und Franziska Nordmeier zeigen dIE Stimmzettel, die sie an die Wähler bei der Juniorwahl ausgaben.   

Großalmerode. 200 Schüler der Valentin-Traudt Schule durften diese Woche ihre Stimmen bei der Juniorwahl abgeben. Die Teilnahme war freiwillig, die Wahlbeteiligung hoch. Nachdem acht von zehn Klassen gewählt hatten, lag sie bei 97 Prozent.

Bereits im Mai hatte Lehrerin Agniesszka Sommerfeld die Schule zur Juniorwahl angemeldet und wurde daraufhin mit reichlich Unterrichtsmaterial für alle Klassen ausgestattet, um die Schüler optimal auf die Wahl vorbereiten zu können.

Fünf Wochen lang hatten die Lehrer das Thema im Fach Gesellschaftslehre bearbeitet. Im Unterricht ging es um Parteien und ihr Wahlprogramm, den Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme und um den Inhalt der Hessischen Verfassung, denn die Schüler stimmten auch darüber ab. Zwar fließen die Stimmen nicht in das tatsächliche Wahlergebnis der Landtagswahl ein, aber die Schüler bekommen die Möglichkeit, durch die Juniorwahl hautnah dabei zu sein und ihrer Meinung eine Stimme zu geben. Die Ergebnisse der Juniorwahl werden am 28. Oktober bekanntgegeben. Die Wahl ist ein gemeinsames Projekt vom Hessischen Landtag, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Bildungsverein Kumulus.

Der Wahlablauf ist derselbe wie bei der richtigen Wahl: Die Schüler haben eine Wahlbenachrichtigung bekommen und stimmten im Wahllokal der Schule ab. Dort erklärten Wahlhelfer mit Hilfe eines Videos den Wahlablauf, kontrollierten die Ausweise der Schüler und gaben die Stimmzettel aus. Auch für die Auszählung der Stimmen am Ende der Wahl waren die Wahlhelfer Luca Jäger, Gian-Luca Heck, Philo Bölling, Franziska Nordmeier und Till Weu aus der Klasse R9c zuständig. Das Ergebnis aber ist bis zum eigentlichen Tag der Landtagswahl streng geheim.

Die Juniorwahl findet in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Valentin-Traudt-Schule statt, das erste Mal durften die Schüler der Klassen sieben bis zehn bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr wählen.

„Es geht um das Üben und Erleben von Demokratie“, erklärt Agniesszka Sommerfeld, die sich sicher ist, dass durch die optimale Vorbereitung das Interesse der Schüler geweckt wird und sich die Juniorwahl auch positiv auf die reale Wahlbeteiligung in einigen Jahren auswirken wird. Viele Schüler haben durch das Projekt ihr Interesse an Politik entdeckt: „Ich fände es gut, wenn wir schon mit 16 wählen gehen dürften“, so Gian-Luca Heck, der die Wahl als gute Möglichkeit sieht, um mitzureden und für eigene Interessen einzustehen.

Luca Jäger findet es zwar gut, dass das Wahlalter bei 18 liegt, findet aber auch, dass es gerade auf Landesebene wichtig ist, sich schon früher über das politische Geschehen zu informieren. „Durch die Juniorwahl ist es möglich zu sehen wie wir uns entschieden hätten, als Probelauf finde ich das sehr gut“, so der 15-jährige Schüler.

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