Die Wünsche der Jugend

Großalmerodes Teenager wollen ihre Stadt aufwerten

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Hier sehen die Jugendlichen Handlungsbedarf: Die öffentliche Toilette am Speckplatz in Großalmerode hat weder Spiegel noch Lüftung. Der Geruch ist entsprechend. 

Großalmerode. Jugendinitiative präsentierte Großalmeröder Politikern ihre Wünsche für die Tonstadt

Ein Spiegel über dem Waschbecken, eine Lüftung und einen weiteren Mülleimer beziehungsweise eine häufigere Leerung – rund um die öffentlichen Toiletten und die Bushaltestelle am Speckplatz in Großalmerode dreht sich der erste von drei Anträgen, die beim Almeröder Jugendpolitikworkshop von Schülern formuliert wurden.

Zwei Stunden haben sich jetzt zwei Mädchen und vier Jungen der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode mit Schulsozialarbeiterin Susanne Sandrock Gedanken über ihre Heimatstadt gemacht. Neben einer „Klagemauer“, an der Kritiken aufgeführt wurden, listeten die Schüler auch Positives in der Tonstadt auf, wie Sandrock berichtet. Unter dem Punkt, was die Schüler gern in ihrer Stadt hätten, fielen die Wünsche nach einem McDonalds und einem Freizeitpark, wie es ihn auch in Soltau gibt.

Mithilfe von Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel formulierte die Jugendinitiative am Ende schließlich drei Anträge, welche sie am Wochenende den Kommunalpolitikern präsentierten. Neben dem Speckplatz beantragten die Schüler einen großen Rasenplatz, um Fußball, Basketball und Tischtennis spielen zu können. 

„In der Schule gibt es nur einen asphaltierten Platz, das Schwarzenberg-Stadion ist nicht öffentlich und der rote Platz an der Schule ist wohl auch nicht öffentlich“, führte Sandrock den Wunsch der Jugendinitiative aus. Ein Raum mit zwei Laufbändern, zwei Ergometern und Gewichten sowie einem Fachmann, der zu den Öffnungszeiten die richtige Handhabung der Geräte erklärt, ist der dritte Antrag. 

„Den Jugendlichen ist natürlich klar, dass das viel Geld kostet, daher haben sie einen geringen Nutzungsbeitrag in Aussicht gestellt“, sagt Sandrock, die einen „Citycheck“ ins Leben rufen möchte, bei dem die Jugendlichen einmal im Jahr ihre Stadt auf Möglichkeiten der Verbesserung überprüfen. Er sei optimistisch, was die Umsetzung der Anträge betrifft, sagte Nickel auf Anfrage. „Wenn die Jugendlichen schon so viel Aufwand betreiben, dann ist es wichtig, zu zeigen, dass ihre Wünsche erfüllt werden können.“

Mit dem Spielplatz am Pfifferlingsgrund unterhalb der Adolf-Häger-Straße, der vor einigen Jahren mit Ballfangnetzen ausgestattet worden sei, habe man eventuell bereits den gewünschten Bolzplatz. „Und dann müssen wir gucken, was da auf kurzem Weg verbessert werden kann“, sagte Nickel. Auch die Aussage, dass der rote Platz an der Schule nicht öffentlich sei, sei zumindest eine Überprüfung wert. Verhältnismäßig schnell könne der Speckplatz nach den Wünschen der Jugendlichen aufgewertet werden. Für den gewünschten Fitnessraum – Nickel kann sich eine Kooperation mit der Feuerwehr vorstellen – müsse zunächst ein Konzept entwickelt und Geld im nächsten Haushalt eingeplant werden.

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