Spenden sollen Rutsche finanzieren

Großalmeröder Stadtverordnete stimmen für Panoramabad-Sanierung

Wird saniert: Das Panoramabad in Großalmerode soll durch die Erneuerung ab kommendem Jahr behindertengerechter werden. archiv
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Wird saniert: Das Panoramabad in Großalmerode soll durch die Erneuerung ab kommendem Jahr behindertengerechter werden. archiv

Das Panoramabad von Großalmerode wird für voraussichtlich etwa 3,9 Millionen Euro saniert.

Großalmerode - Diese Entscheidung fällten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Rathaussaal einstimmig. Bereits vor der Abstimmung hatte sich der Ortsbeirat mit drei von vier Stimmen für die Sanierung ausgesprochen.

Das Material

Eine Frage, die zu klären war: Soll es eine Edelstahl- oder Folienverkleidung werden? Edelstahl sei langlebiger, aber etwa 200 000 Euro teurer, erklärte Sebastian Spieß vom Stadtplanungsbüro Möller+Meyer. Sowohl die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Wählergemeinschaft (WG), Steffen Prauß und Uwe Range, als auch der Ortsbeiratsvorsitzende Wolfgang Evers sprachen sich für die Edelstahlverkleidung aus, für die sich auch die Stadtverordneten entschieden. „Es sollen aber vorerst keine zusätzlichen Anbauten in die Planungen einbezogen werden, da es dafür künftig noch Fördermittel geben könnte“, sagt Prauß. Nur die Rutsche solle zusätzlich gebaut werden.

Die Rutsche

Dass die Rutsche bei der Panoramabadsanierung mitgebaut werden soll, beschlossen die Stadtverordneten dann auch, obwohl sie nicht im Antrag enthalten war. Dabei war vor allem eine zweigeteilte Rutsche im Gespräch. „Auf ihr können die meisten rutschen“, erklärte Spieß. Das Planungsbüro rechnet mit Kosten von etwa 79 000 Euro für dieses Modell. Finanziert werden soll die Rutsche aus Spenden.

Dafür sei im vergangenen Jahr ein Förderverein gegründet worden, sagte Bürgermeister Finn Thomsen. Es gebe auch eine Interessengruppe Panoramabad. Zudem berichtete er in der Ortsbeiratssitzung: „Es gibt schon Zusagen für Spenden.“

Die Barrierefreiheit

Das Bad wird barrierefreier. Dazu sollen die Wege umgestaltet sowie leichtere Einstiege in Becken und Duschen geschaffen werden. Die behindertengerechte Umgestaltung war auch wichtig, um die Förderung zu bekommen: Vom Bund gibt es eine Unterstützung von 770 000 Euro, vom Land Hessen 680 000 Euro. Die Sanierung betrifft jedoch nicht das Planschbecken. Auch das Gebäude soll weitgehend unverändert bleiben.

Die Rohstoffpreise

Seit der vorherigen Sitzung des Stadtparlaments mit der Panoramabad-Sanierung auf der Tagesordnung im November 2019 seien die Rohstoffpreise um etwa 30 Prozent gestiegen, so Spieß. Für die Zukunft sei eher mit einer Preissteigerung als mit einer Senkung zu rechnen. Auch deshalb sprach sich zum Beispiel Range für den aktuellen Antrag aus. „Es wird nicht günstiger, wenn wir warten“, sagte er.

Der Zeitplan

Der Bürgermeister geht davon aus, dass die Planungen von September bis Januar kommenden Jahres dauern. Die Ausschreibung erfolge von Februar bis April 2022. Im Anschluss fänden die Bauarbeiten statt. Thomsen: „Die Eröffnung ist für die Mitte 2023 geplant.“ (Fabian Becker)

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