Glasfaser bis ins Haus ist gesetztes Ziel

Großalmeröder Stadtverordneten wünschen sich Ausbau durch Unternehmen

Glasfaser für schnelles Internet: Unser Symbolfoto zeigt ein Bündel mit Umhüllungen für die Kabel, das vor einem
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Glasfaser für schnelles Internet: Unser Symbolfoto zeigt ein Bündel mit Umhüllungen für die Kabel, das vor einem

Großalmerode – Glasfaser bis zum Verteilerkasten und per Kupferleitung bis ins Haus? Diese bisher häufig genutzte Variante der Internetversorgung ist für die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung nicht mehr zeitgemäß.

Großalmerode – Das Parlament hat sich in seiner Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, den sogenannten FTTH-Ausbau, also echte Glasfaser bis ins Haus der Nutzer, voranzutreiben. Wie Bürgermeister Finn Thomsen am Abend berichtete, sei die bisher genutzte Kupfer-Variante der Flaschenhals in der Internetversorgung. Zwar liege am Verteilerkasten noch schnellstes Internet an. Je nach Länge der dann folgenden Kupferleitungen bis in die Haushalte reiche es dann aber nur noch für Geschwindigkeiten bis 100 MBit/s – je nach Länge der Leitung.

„Die benötigte Bandbreite wächst von Jahr zu Jahr, das hat uns nicht nur Homeoffice in Corona-Zeiten deutlich gemacht“, betonte der Bürgermeister.

Um den Glasfaserausbau in der Stadt voranzutreiben, gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder übernimmt ein Telekommunikations-Unternehmen eigenverantwortlich den Ausbau oder die Stadt führt die Arbeiten mit entsprechender Förderung aus. Bei einer Förderung muss die Stadt mit einem geschätzten Kostenvolumen von 16 Millionen Euro rechnen, wobei mindestens 10 Prozent als Eigenanteil zu tragen wären.

Der Rest wird vom Bund (maximal 50 Prozent) und Land (maximal 40 Prozent) getragen, allerdings nur dann, wenn sich kein Unternehmen findet, das eigenwirtschaftlich das Netz errichtet, so wie es im benachbarten Niedersachsen beispielsweise aktuell Goetel und die Deutsche Glasfaser in zahlreichen größeren Projekten tun.

In einer Sitzung haben sich bereits mehrere Unternehmen vorgestellt, die grundsätzliches Interesse daran haben, das Glasfasernetz auszubauen. Bürgermeister Thomsen plädierte deshalb dafür, gezielt die Telekommu-nikationsunternehmen anzusprechen. Schnelles Internet für alle Bürger sei das gesetzte Ziel. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, an einem flächendeckenden Glasfasernetz für das gesamte Stadtgebiet inklusive Außenbereichen zu arbeiten. Dabei wird die Variante des eigenwirtschaftlichen Ausbaus durch ein Unternehmen begrüßt.

Der Magistrat der Stadt Großalmerode wird beauftragt, mit dem Expertengremium geeignete Unternehmen anzusprechen und gegebenenfalls Absichtserklärungen abzuschließen und der Stadtverordnetenversammlung in der nächsten Sitzung zu berichten. (Konstantin Mennecke)

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