Großalmerode: Stadtverordnetenversammlung

Großalmeröder zahlen künftig höhere Hundesteuern

Ein Hund, ein Australian Shepherd, schaut mit treuem Hundeblick in die Kamera.
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Über ihre Kosten wurde gesprochen: Die Großalmeröder Stadtverordneten diskutierten die Hundesteuer.

Bei den Großalmeröder Stadtverordneten ging es am Donnerstag um Hunde. Denn außer um den Magistratsbericht und die Kindertagesbetreuung gab es um die Hundesteuer Diskussionen.

Großalmerode – Darum ging es in der Großalmröder Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag:

Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode: Die Hundesteuer

Volker Pforr (CDU) und Uwe Range von der Wählergemeinschaft (WG) sprachen sich für die Steuererhöhung auf die Kreis-Durchschnittshöhe aus. „Wir müssen da ran“, sagte Pforr. Range wunderte sich zudem, dass sich die SPD-Fraktion gegen die Erhöhung stellte. Diese habe bei der Versammlung im September mehrheitlich für eine Anpassung gestimmt.

SPD-Fraktionschef Steffen Prauß sagte dazu: „Eine Steuererhöhung, ohne die Haushaltssatzung für das kommende Jahr zu kennen, wird die SPD nicht unterstützen.“ Zudem sei es ein „falsches Signal an die Bürger“, dass mit Paragraf 13 der neuen Satzung Private beauftragt werden können, die Anmeldung der Hunde zu kontrollieren. Auch Dr. Detlef Ahlborn (WG) störte das: „Dem kann man nicht zustimmen.“

Die Stadtverordneten taten es trotzdem mit 14 Ja- zu 10 Nein-Stimmen, obwohl auch der Haupt- und Finanzausschuss keine Empfehlung abgegeben hatte. In Großalmerode kommen auf Hundebesitzer künftig beim ersten Hund jährlich 72 statt 63 Euro zu, beim zweiten 120 statt 78 Euro, bei weiteren 168 statt 108 Euro und bei gefährlichen 600 statt 516 Euro.

Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode: Die Kinderbetreuung

Einstimmig beschlossen und diskutiert wurde das Konzept zur künftigen Kindertagesbetreuung. Die Idee einer Wald- oder Bauernkita soll weiter verfolgt werden. Die Stadtverordneten bestanden aber darauf, die Formulierung „nur nachrangig“ aus der Beschlussvorlage zu nehmen. Range schlug dazu vor, Waldgruppen bei bestehenden Kindergärten aufzubauen.

Zudem soll der Flachdachkindergarten als Übergangslösung dienen, bis der Rommeröder Kindergarten ausgebaut ist. Prauß begrüßte das, merkte aber an: „Der Flachdachkindergarten ist wegen baulicher Mängel nicht zukunftsfähig.“

Pforr dankte denen, die im Juli gegen den Abriss des Kindergartens gestimmt hatten. „Sonst wüssten wir jetzt nicht, wohin mit den Kindern“, sagt er. Hanna Schmuch (SPD) fügte zur Dringlichkeit der Konzept-Anpassung hinzu: „Wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten, haben sie ein Problem, ihre Kinder unterzubringen.“

Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode: Der Magistratsbericht

Zu zwei Punkten des Magistratsberichts meldeten sich Stadtverordnete zu Wort. Range wollte wissen, warum die Sanierung des Waschplatzes extern vergeben wurde. Laut Bürgermeister Finn Thomsen (parteilos) weil das Bauamt personell nicht dafür ausgestattet ist. Pforr fragte zudem nach den Baugebieten in Laudenbach und Rommerode. Thomsen verwies dazu auf hohe Hürden im Dorfentwicklungsprogramm.

Stadtverordnetenversammlung in Großalmerode: Sonstige Themen

Ohne Diskussion einstimmig beschlossen wurden die Verweisungen der Haushaltssatzung 2022, des Eigenbetriebs-Wirtschaftsplans 2022 und des Gremien-Terminplans 2022 in den Haupt- und Finanzausschuss sowie die Kenntnisnahme des Controlling-Berichts. (Von Fabian Becker)

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